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DIENSTWAGEN-WRACK: Eine Polizistin untersucht den zertrümmerten BMW.

DIENSTWAGEN-WRACK: Eine Polizistin untersucht den zertrümmerten BMW.
 © Foto: Dillenberg

Zivilstreife verunglückt

Hannover: Skoda-Raser immer noch auf der Flucht

Der schwere Unfall einer Funkstreife bei einer wilden Verfolgungsfahrt durch die Region und die Folgen: Zwei Beamte (beide 44) der Autobahnpolizei sind verletzt, ihr Zivil-BMW ist Schrott, der geflüchtete Skoda-Fahrer wird immer noch gesucht.

Pattensen. Der schwere Unfall einer Funkstreife bei einer wilden Verfolgungsfahrt durch die Region und die Folgen: Zwei Beamte (beide 44) der Autobahnpolizei sind verletzt, ihr Zivil-BMW ist Schrott, der geflüchtete Skoda-Fahrer wird immer noch gesucht.

Da das Kennzeichen der schwarzen, stark motorisierten Superb-Limousine bekannt ist, fuhren Polizisten unter anderem zur Anschrift des Besitzers. Polizeisprecher Sören Zimbal: „Wir haben den Halter aus der Region Hannover bisher nicht angetroffen und auch das Auto nicht gefunden.“

Nach NP-Infos war der dunkle BMW 330d der Autobahnpolizei mit einer Kamera ausgerüstet. Unklar ist, ob der Speicher des Aufzeichnungsgeräts den Unfall überstanden hat. Polizeisprecher Zimbal sagte dazu nichts. Er bestätigte auf Anfrage aber, dass alle Blitzer auf der bekannten, gut 55 Kilometer langen Fluchtstrecke zwischen Wunstorf und Pattensen ausgewertet werden: „Das ist Bestandteil unserer Ermittlungen.“

Eine Funkstreifenbesatzung vom Kommissariat Wunstorf hatte den Skoda und seinen Fahrer gegen 1.50 Uhr überprüfen wollen. Doch der Mann am Steuer gab Gas, überfuhr rote Ampeln und raste teils mit mehr als Tempo 220 davon.

Da kamen einige Standard-Funkstreifen nicht mehr mit. Nur die beiden Autobahnpolizisten mit ihrem 230 PS starken Sechszylinder konnten am Fluchtfahrzeug dranbleiben. Bis dessen Fahrer auf der B 443 um 2.10 Uhr die Kontrolle über die sportliche Zivilstreife verlor. Der BMW überschlug sich und blieb in einer Böschung liegen. Der Fahrer wurde leicht, der Beifahrer schwer verletzt.

Rein rechnerisch war der Skoda-Fahrer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 150 Stundenkilometern unterwegs, weil er in nur 20 Minuten 55 Kilometer zurücklegte. Auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers aus Langenhagen entdeckte das mutmaßliche RS-Modell nicht.

Der Autobahnpolizist, der am BMW-Steuer gesessen hatte, wurde bereits zu dem Vorfall befragt. Details nennt die Polizei nicht. Möglicherweise wird jetzt auch geprüft, ob der 44-Jährige sich und seinen Kollegen bei der wilden Verfolgungsfahrt zu sehr in Gefahr gebracht hat.

Von Andreas Körlin


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