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Meine Stadt Hannover: Sitzplätze dringend gesucht
Hannover Meine Stadt Hannover: Sitzplätze dringend gesucht
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00:15 25.06.2016
SITZEN KANN MAN ÜBERALL: Diese drei Frauen machten es sich gestern unter dem Mann mit dem Regenschirm einigermaßen bequem. Beliebt sind auch die Stufen an der Kröpcke-Uhr. Plätze wie am Brunnen sind begehrt. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

12 200 Menschen laufen stündlich über die Georgstraße, in der Bahnhofstraße sind es auch noch 9500. Damit hat Hannovers City zwei Einkaufsstraßen unter den Top-10-Straßen in Deutschland, wie eine Zählung durch das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle ergab.

Viel Einkaufsbesuch also täglich in Hannovers Innenstadt. Auch wenn sich die Menschen natürlich bewegen und shoppen sollen - ein paar mehr Gelegenheiten zum Ausruhen wünschen sich viele. So zumindest interpretiert der Geschäftsführer der City-Gemeinschaft, Martin Prenzler, das jüngste Umfrageergebnis unter Passanten. Die gab es Ende Mai, als am Kröpcke ein 43 Meter langes Ledersofa aufgestellt wurde. Danach hätten 87 Prozent der 826 Befragten angegeben, es gebe nicht genügend Sitzgelegenheiten in der Innenstadt. Für Prenzler zwar kein repräsentatives Ergebnis, wohl aber eine Bestätigung einer Umfrage vor zwei Jahren durch Studierende der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW): „Den Bürgern fehlt Platz zum Sitzen, sie wollen sich in der Innenstadt aufhalten.“ Beispiel Kröpcke: Wer ein Eis essen möchte, sich aber nicht am Tisch niederlassen will, hat ein echtes Problem, eine Gelegenheit zum Sitzen zu finden. Konsequenz: Die Kröpcke-Uhr ist ständig belagert.

Der Geschäftsführer erinnerte an ein Sitzplatzprogramm für die Innenstadt (und die Lister Meile), das der Stadtbezirk Mitte im April 2015 verabschiedet hatte. „Von dieser Umsetzung haben wir von der City-Gemeinschaft noch nicht viel mitbekommen.“

Dass die Stadt das Konzept auf die lange Bank schiebt, diesen Vorwurf wies sie gestern zurück. Man habe zwar von dem Projekt vor dem Hintergrund des Haushaltskonsolidierungskonzeptes Abstand genommen, aber dennoch bei größeren Umbaumaßnahmen stets neue Sitzbänke mit eingeplant, etwa am Rathenauplatz, in der Karmarschstraße, an der Goseriede, am Opernplatz und am Blätterbrunnen. „Es wird weiterhin geschaut, inwieweit weitere feste Sitzgelegenheiten in der City möglich sind“, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Als Beispiel nannte er das im Umbau befindliche Hohe Ufer.

FDP-Bezirksratsherr Wilfried Engelke hatte das Sitzplatzkonzept seinerzeit abgelehnt - und will es auch heute noch nicht: „Für das Ansinnen der Geschäftsleute, durch Bänke Kundschaft zu binden, habe ich vollstes Verständnis. Mit weiteren Bänken schaffen wir jedoch nur zusätzliche Sofas für die Stadtstreicherszene.“ Sein Vorschlag: mobile Bänke, die die Geschäftsleute auf eigene Kosten anschaffen, vor ihre Läden stellen und abends reinholen.

Dazu sagt die Stadt, ein regelmäßiges Auf- und Abbauen von ortsfestem Mobiliar sei schwierig umzusetzen und wäre sehr kostenintensiv.

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