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Meine Stadt Hannover: Sind Streifenwagen desolat?
Hannover Meine Stadt Hannover: Sind Streifenwagen desolat?
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11:15 28.07.2016
Quelle: Symbolbild
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Hannover

„Die Streifenwagen in vielen Dienststellen sind überaltert und weisen enorm hohe Laufleistungen mit weit mehr als 300 000 Kilometern auf“, kritisierte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff.

In dem Polizeigebiet der Region Hannover fallen dabei zwei Polizeikommissariate besonders negativ auf. Eins fährt mit einem alten Passat Streife, der rund 400 000 Kilometer gelaufen ist. Ein anderes hat teilweise gar keine Fahrzeuge mehr.

„Das erschwert die Handlung der Polizei“, stellte Christian Hoffmann, Pressesprecher der GdP, fest. Präventiv könne man so nicht mehr arbeiten – lediglich akute Gefahren abwehren. Und selbst das sei in manchen Fällen schwierig. „Es müssen zusätzliche Fahrzeuge aus anderen Ortschaften angefordert werden. Das kann dauern“, erklärte Hoffmann. Zeit, die im Ernstfall nicht vorhanden ist.

Doch wie stünde es bei einer Großgefahrenlage um die Ausrüstung der Polizei? „Darüber rätseln wir selbst. Es ist jedenfalls fünf vor zwölf. Man muss endlich handeln“, stellte Hoffmann fest.

Die Forderung der GdP ist eindeutig: mehr Gelder, die langfristig investiert und nicht an anderer Stelle gekürzt werden. Doch nicht nur die Fahrzeuge müssen ausgetauscht werden, auch darin müsse sich etwas ändern. Eine Sicherheitsweste für jeden ist zwar schon zugesichert, doch gerade angesichts der Gefahrenlage sollen auch neue Helme her. Das Innenministerium Niedersachsens testet bereits ein neues Modell, das aus einem Mix aus Titan und Aramid besteht und Beschuss durch größere Kaliber standhalten soll. Über die Anschaffung würde laut Ministerium im Herbst entschieden.

von Mandy Sarti

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