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© NANCY HEUSEL

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Fuckup Night

Hannover: Sie sind richtig schön gescheitert

Sie hatten eine Idee – und sind gescheitert: Bei der „Fuckup Night“ in Hannovers Lutherkirche haben Unternehmer erzählt, was bei ihnen schiefgelaufen ist. Aus den Fehlern haben sie gelernt. Was, das erfuhr das Publikum in kurzweiligen Vorträgen. Damit es solche Fehler nicht wiederholt. NP-Volontär Christian Franke war dabei.

Hannover. Die vier Jung-Unternehmer, die nacheinander auf die Bühne der Lutherkirche kommen, sind gescheitert. Ihre Projekte haben nicht funktioniert. Im Englischen gibt es dafür einen saloppen Ausdruck: „Fuckup“. Auf Deutsch könnte man in etwa sagen: „vergeigt“, „versemmelt“ oder - etwas unfein - „verkackt“.

Nach diesem Begriff ist die „Fuckup Night“ benannt. „Die Unternehmer sollen offen über die Fehler bei ihren Projekten reden“, sagt Mitorganisator Gabriel Gelman, „damit andere daraus lernen können.“ Das ist das Konzept der „Fuckup Nights“. Es stammt aus Mexiko und ist inzwischen drei Jahre alt. In 42 Ländern gibt es diese Veranstaltungen. Unter den insgesamt 131 Städten sind zehn deutsche.

Nach der ersten Auflage in Hannover im Februar mit drei Referenten standen am Dienstagabend vier gescheiterte Jung-Unternehmer auf der Bühne, um ihre Geschichte zu erzählen. Nur knapp bemessene sechs Minuten und 40 Sekunden durfte jeder reden und dabei zehn Folien in einer Powerpoint-Präsentation auf die Leinwand werfen lassen. Anschließend blieben jeweils zehn Minuten für Fragen.

Die Stimmung im Publikum bei den Vorträgen ist locker und entspannt - wohl auch, weil keiner der Gescheiterten von heftigen Folgen wie einer Privatinsolvenz getroffen wurde. Aber auch, weil sich der Abend nicht darum dreht, sich am Elend anderer zu ergötzen, sondern aus Fehlern zu lernen. „Wir wollen Scheitern nicht als etwas Negatives begreifen“, sagt Mit-Organisator Gabriel Gelman.

Passend also, dass ein Teilnehmer in seinem Kurzvortrag ein Zitat des US-amerikanischen Autors und Motivationsredner Zig Zaglar an die Leinwand warf, das lautete: „Scheitern ist ein Umweg, keine Sackgasse.“


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