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Meine Stadt Hannover: Seniorin aus der Leine gerettet
Hannover Meine Stadt Hannover: Seniorin aus der Leine gerettet
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16:33 02.02.2018
Am Freitag wurde eine Seniorin von Wasserrettern aus der Leine gezogen. Quelle: Elsner
Hannover

Durch die starke Strömung wurde die Hannoveranerin in nur wenigen Minuten knapp zwei Kilometer Richtung Innenstadt getrieben. In Höhe Döhrener Schützenplatz bargen Feuerwehrleute die Seniorin aus dem Fluss. Sie kam in ein Krankenhaus.

Derzeit ist das Leine-Wasser nur etwa sieben Grad warm – deshalb ging es bei dieser Rettungsaktion um jede Sekunde. Ein Zeuge hatte die Frau im Bereich der Brücke Wilkenburger Straße im Fluss treiben sehen und den Notruf gewählt.
Um 11.08 Uhr schickte die Rettungsleitstelle die ersten Helfer Richtung Wülfel. „Schon während der Anfahrt teilten sich die Einsatzkräfte auf und fuhren verschiedene Stellen an der Leine zwischen Wilkenburger- und Brückstraße an, da mit dem Abtreiben der Person zu rechnen war“, sagt Feuerwehrsprecher Rainer Kunze.

Von der Brückstraßen-Brücke entdeckten Feuerwehrleute kurz darauf die in der starken Strömung treibende Frau. Ein 33-Jähriger in einem speziellen Wasserrettungsanzug sprang in die Leine und konnte die Frau etwa 400 Meter stromabwärts in Höhe der Fußgängerbrücke am Gänseanger erreichen.

Kunze weiter: „Während der Wasserretter die röchelnde Frau über Wasser hielt, zogen ihn weitere Einsatzkräfte mit Hilfe von Rettungsleinen um 11.32 Uhr ans Ufer.“

Dort wurde die 74-Jährige von einem Notarzt versorgt und dann mit einem Rettungswagen in eine Klinik gebracht.

Was sind Strömungsrettungsanzüge?

Jede der fünf hannoverschen Wachen der Berufsfeuerwehr ist mit zwei sogenannten Strömungsrettungsanzügen ausgerüstet, erklärt Sprecher Rainer Kunze.

Zu jedem dieser Sätze gehörten Neoprenanzüge mit Füßlingen (schützen, halten warm; mit ihnen können sich Träger auch außerhalb des Wassers gut zu Fuß fortbewegen), Schutzhelm, Boje, Rettungsleine und kurze Flossen (um auch bei Strömung gut im Wasser manövrieren zu können).

Werde die Feuerwehr zu einer Wasserrettung alarmiert, „ziehen zwei Kollegen schon in der Wache die Strömungsrettungsanzüge an“, sagt Feuerwehrsprecher Kunze – so könnten die Helfer am Unglücksort ohne Zeitverlust mit der Hilfeleistung beginnen.

Von Andreas Körlin

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