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Meine Stadt Hannover: Schwimmen wird teurer
Hannover Meine Stadt Hannover: Schwimmen wird teurer
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00:17 17.11.2017
KOPFSPRUNG: Das Schwimmen wird 2018 in den städtischen Bädern um über 30 Prozent im Durchschnitt teurer. Quelle: Philip von Ditfurth/Archiv
Hannover

 Der Kopfsprung vom Einmeterbrett, das 1000-Meter-Schwimmen am Morgen oder die Saunarunde mit Freunden: Wer ab Januar 2018 die städtischen Bäder besucht, muss tiefer in die Tasche greifen. Spürbar ist die gestern im Sportausschuss be­schlossene Preisanhebung auch bei der Einzelkarte: Erwachsene zahlen ab Januar 4,50 Euro statt bislang 3,50 Euro – und zwar in allen städtischen Bädern.

Die Stadt rechnet mit Mehreinnahmen von knapp 250 000 Euro im Jahr und setzt damit einen Teil des vom Rat beschlossenen Haushaltskonsolidierungskonzeptes (HSK) um. Immerhin: Wer eine Stunde vor dem Schließen des Schwimmbades seine Bahnen ziehen möchte, zahlt als Erwachsener drei Euro. Dieser Tarif ist neu.

Preisvorschläge der Stadt hat die Ampelgruppe gestern noch an einigen Stellen korrigiert. Motto: Wer schwimmt, wird weniger belastet. Wer mehr Wellness machen möchte wie Aquajogging oder Sauna, zahlt drauf.

Die CDU wollte auch eine Preisanhebung, die aber gekoppelt an den Verbraucherpreisindex bezogen auf 2010, das Jahr der letzten Erhöhung. Unterm Strich: rund 7,5 Prozent mehr statt jetzt durchschnittlich 30 Prozent. Dies aber lehnte die Ampelgruppe ab, Begründung: „Auf diese Weise erreichen wir unsere Vorgaben aus dem HSK nicht“, so SPD-Sportpolitiker Angelo Alter.

Dem hielt Arne Borstelmann (CDU) entgegen: „Wir haben in diesem Jahr rund 24 000 Schwimmbadbesucher verloren. Die holen wir mit Ihrer Preisanhebung nicht wieder.“

Von Andreas Voigt

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