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Meine Stadt Hannover: Schüler präsentieren ihre Arbeiten im Uni-Lichthof
Hannover Meine Stadt Hannover: Schüler präsentieren ihre Arbeiten im Uni-Lichthof
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17:09 27.02.2019
JUGEND FORSCHT: 110 Schülerinnen und Schüler stellen sich mit ihren Experimenten im Lichthof der Leibniz-Uni der Jury. Quelle: Foto: Kutsche
Hannover

Der Flug zum Mars dauert eine ganze Weile. Diese lange Zeit in der Schwerelosigkeit zu verbringen, kann nicht gesund sein. Das haben sich auch Dilara Karabulut, Helena Anna Beger und Marc Christoph Bremer vom Ratsgymnasium Stadthagen gedacht. Sie haben ein Raumschiff modelliert, bei dem ein rotierendes Ringelement künstliche Gravitation erzeugt – ihr Beitrag zum aktuellen Regionalwettbewerb Jugend forscht.

110 Jugendliche im Alter von 14 bis 22 Jahren bewerben sich Mittwoch und Donnerstag um die Qualifizierung zunächst für die Landeswettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“. Im Lichthof der Leibniz-Universität stellen sie sich mit ihren Experimenten der Expertise der Jury.

Vielleicht haben die drei Stadthäger Gymnasiasten dabei nicht die schlechtesten Karten. Immerhin bescheinigte ihnen ein Schreiben der ESA, auf dem richtigen Weg zu sein. Denn die europäische Weltraumorganisation ist offenbar an einer vergleichbaren Methode dran.

Sonnensegel für die Elektrolyse

Das Raumschiff der Schüler besteht aus einer starren Längsachse, an der andere Schiffe andocken können, und eben dem rotierenden Ring. Der Clou: An der Außenhülle der Längsachse sind Wassertanks angebracht. Das Wasser wird per Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten, der Sauerstoff als Atemluft genutzt, mit dem Wasserstoff aber die Rotation in Gang gesetzt. Den Strom für die Elektrolyse liefern zwei Solarsegel.

Die meisten Wettbewerbsteilnehmer sind allerdings bodenständiger geblieben. Pauline Wünsch von der St.-Ursula-Schule in Hannover und Charlotte Wöbbecke vom Laatzener Erich-Kästner-Gymnasium haben in Laatzen untersucht, an welchen Standorten Straßenbäume bei der zunehmenden Umweltbelastung die besten Chancen haben. Wichtige Erkenntnis: Auf den Untergrund kommt es an. Am besten gedeihen Bäume auf Wiesen.

JUNGE GRÜNE: Pauline Wünsch (links) und Charlotte Wöbbecke machen sich Gedanken über Straßenbäume. Quelle: Katharina Kutsche

Fredericke Moek hat sich mit dem Problem der Optimierung von Ampelschaltungen befasst. Ihre Idee: Lichtschranken am Straßenrand könnten einen vor einer Ampelkreuzung beginnenden Stau anzeigen und ein früheres Umschalten der Ampeln einleiten. Umweltbewusster Häuserbau, die Düfte des Landes oder Alternativen zu Antibiotika sind weitere Ideen im Wettbewerb. Die Stände sind auch noch am Donnerstag von 9 bis 12 Uhr zu besichtigen.

Von Andreas Krasselt

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