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Meine Stadt Hannover: Schlager-Wahnsinn in der TUI-Arena
Hannover Meine Stadt Hannover: Schlager-Wahnsinn in der TUI-Arena
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00:16 11.03.2015
Schlager-Parade: Auch Andreas Gabalier war dabei.  Quelle: Wallmüller
Hannover

 

von karina hörmann

Von Karina Hörmann

Hannover. Mit einem kleinen Stimmungsknick startete die große Schlagersause in der TUI-Arena: Vicky Leandros musste passen, der Grippevirus hatte sie erwischt. Doch für Ersatz war gesorgt: Claudia Jung sprang ein. Das Fanvolk war also trotzdem schwer in Schunkellaune, und als NDR-Moderatorin Kerstin Werner zur Begrüßung die Bühne betrat, übertönten die Jubeldezibel glatt einen startenden Jumbojet. Werner macht es kurz, erklärte den Weltfrauentag zum „Internationalen Tag des deutschen Schlagers“– und dann brannte sie ab, Hannovers „Schlager-Starparade 2015“.

Prominente Namen waren reichlich vertreten, Jürgen Drews, Howard Carpendale, Bernhard Brink, Andreas Gabalier oder Semino Rossi. Aber bei sieben Stunden Schlagerparty blieb auch noch Zeit, ein paar neue Gesichter vorzustellen. Zum Beispiel bei der Eröffnung, die übernahm pünktlich um 14 Uhr Schlager-Neuling Henk van Daam. Der charmante Niederländer stellte seine neue Single „Wann“ vor und heizte mit „Millionen Küsse“ ein. Etwas unsicher wirkte er zwar, aber die Frauenherzen flogen ihm vielleicht gerade deshalb hundertfach zu.

Das ging gut los, aber es wurde noch besser: Semino Rossi, seit Jahren dick im Geschäft, machte die Fans glücklich mit Hits wie „Rot sind die Rosen“ und „Bella Romantica“,  bewährtes Liedgut mit Schunkel- und Schmusegarantie.

Der Rebell unten den Volksmusik-Profis ist Andreas Gabalier. Der „Volks-Rock’n’Roller“ begrüßte die Arena mit einem kräftigen „Servus“ und musste bei seinem Hit „I sing a Liad für di“ nicht mehr großartig zum Mitsingen und Mittanzen auffordern – hätte es Tische gegeben, wären sie in Grund und Boden gestampft worden. Gabalier ist noch jung, aber schon ein Großer, allerdings noch nicht so lange wie Howard Carpendale. Bereits 1969 landete der Südafrikaner seinen ersten Hit in Deutschland – mit dem deutschen Cover des Beatles-Songs Obladi Oblada. Gestern performte er auf der Bühne in Hannover – den herzzerbröselnden Schmelz in seiner Stimme hat er immer noch nicht verloren, was der gereiften Damenwelt auch durchaus anzusehen war. Aber ob Howies Applaus an den für Jürgen Drews heranreichte? Eher nein. Der König von Mallorca wurde zum Ende geradezu frenetisch gefeiert und bedankte sich beim mittlerweile leicht erschöpften Publikum. Der Ballermann-Experte machte seine Anhänger noch mal richtig heiß, sang sich durch seine Klassiker und landete natürlich auch im Kornfeld – die TUI-Arena brodelte geradezu.

Schon zuvor tanzten überall Paare, immer wieder flogen Rosen auf die Bühne. Doch der aufregendste Auftritt – und das heißeste Outfit – gehörte Kristina Bach. Lange war sie nicht mehr aufgetreten, sondern schrieb Lieder für andere Künstler. Gestern sang die Frau mit der tollen Stimme ein Medley aus „Living next door to Alice“, „Que Sera Sera“ und anderen Hits. Das sorgte für Symptome von Party-Krankheit: Die hübsche Blondine verursachte Gänsehaut, vor allem bei den Herren, und hohes Tanzfieber.
Fazit: Die Schlagerfreaks waren bestens gelaunt – fast jeder wird heute morgen mit einem Ohrwurm aufgewacht sein.

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