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Meine Stadt Hannover: Sanierungsstau bei der Polizei
Hannover Meine Stadt Hannover: Sanierungsstau bei der Polizei
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06:00 18.01.2019
NOCH VIEL ARBEIT NÖTIG:Die Bädersanierung am Welfenplatz zieht sich seit mehr als drei Jahren hin. Quelle: Foto: Dröse
Hannover

Rund um die Uhr sind Hannovers Polizisten im Einsatz – dabei wäre ein Einsatz in den eigenen vier Wänden dringend notwendig: Hinter vorgehaltener Hand berichten Polizisten der NP von „ekelerregenden Duschen“, „70 Jahre alten Fenstern“ und Asbest, das flächendeckend in den Wänden der alten Dienstgebäuden wartet. Trotz eklatanter Zustände an Hannovers Polizeigebäuden lässt die Sanierung an vielen Stellen aber auf sich warten. Und zwar noch sehr lange, wie ein interner Bericht vermuten lässt.

In einem Artikel des Polizeiinternen „Rundblicks“, der der NP vorliegt, wird ein Sacharbeiter des Liegenschaftsmanagements zu den Zuständen an der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD) an der Tannenbergallee zitiert. Erforderliche Sanierungsmaßnahmen lägen auf Eis, weil dem Staatlichen Baumanagement schlicht die erforderlichen Gelder fehlten, so der Sachbearbeiter. „Enorme Kostensteigerungen im Baubereich und die gewinnbringende Marktlage für Handwerksunternehmen sorgen dafür, dass die vorgesehen Budgets nicht ausreichen.“

„Der Sanierungsstau ist seit Jahren ein Dauerthema.“

Selbst eine deutlich „abgespeckte Version“ der Arbeiten würden das Budget weit überschreiten, heißt es. Allenfalls „kosmetische Maßnahmen“ seien derzeit bezahlbar. „Der Sanierungsstau insbesondere am Behördensitz in Hannover ist für uns leider schon seit Jahren ein Dauerthema“, so der Sachbearbeiter.

Im Finanzministerium bestätigte man diese Einschätzung grundsätzlich. Obwohl die Landesregierung den Bauunterhaltungsansatz von 58 Millionen Euro für das aktuelle Jahr 2019 um weitere 21 Millionen Euro erhöht hat, sei die Nachfrage an Bauunternehmen und Handwerksfirmen derzeit so groß, „dass sich das negativ auf die Preisgestaltung der Unternehmen auswirkt.“ Im „Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel und der Marktlage“ sollen die Maßnahmen abgearbeitet werden. Warten auf günstige Preise.

Die Reiterstaffel der Polizei benötigt neue Pferdeboxen. Quelle: Archiv

Drastische Folgen mussten vergangenes Jahr die Kräfte der Elite-Spezialeinheit SEK erfahren: Ratten waren während der drei Jahre andauernden Bauarbeiten an den maroden Sanitäranlagen ins Haus gelangt, hatten Uniformen angeknabbert. Immerhin: Das Rattenproblem sei inzwischen „eingedämmt“, teilte Polizeisprecher André Puiu mit. Bis zum Abschluss der Arbeiten (noch dieses Halbjahr) würden aber weiterhin Köder ausgelegt.

Asbestfunde und aufwendiger Brandschutz verlängern zudem die Bauarbeiten an der City-Wache (Herschelstraße) um eineinhalb Jahre auf Mitte 2020. Die Kosten haben sich inzwischen auf 2,6 Millionen verdoppelt.

Auch am Kripo-Gebäude auf dem Hanomag-Gelände gibt es Probleme: Die Fassade bröckelt. Der Grund: Offenbar Baumängel.

Von Simon Polreich

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