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Meine Stadt Hannover: Rote Karte für Bahnsteigplanung am HCC
Hannover Meine Stadt Hannover: Rote Karte für Bahnsteigplanung am HCC
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15:17 11.03.2018
Umstritten: Der Hochbahnsteig, den die Infra am östlichen Ende des Theodor-Heuss-Platzes bauen will. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Der neue Hochbahnsteig, der am Hannover-Congress-Centrum (HCC) entstehen soll, bleibt Streitthema zwischen Stadt und Region. Am Mittwoch stimmte die Ratspolitik im Bauausschuss mit großer Mehrheit für zwei eigene mögliche Varianten, die sich deutlich von dem unterscheiden, was die zuständigen Planer der Infra wollen.

Diese hatten vorgeschlagen, an der Ostseite des Theodor-Heuss-Platzes ei­nen breiten Hochbahnsteig zu errichten, an dem die Bahnen in beide Richtungen abfahren sollen.

Eine Idee, gegen die die Stadt schon 2014 mobilmachte, weil sie dadurch die Symmetrie von Platz und HCC gestört sah. Nun be­kommt sie Rückendeckung aus der Politik. Die Ampel legte am Mittwoch einen Antrag vor, mit dem sie der Infra einen Strich durch die Rechnung machen will.

Das Bündnis aus SPD, Grünen und FDP forderte, entweder zwei kleinere Hoch­bahnsteige an den beiden Seiten des Platzes zu errichten, durch die dieser weiter symmetrisch bliebe, oder aber die Station ein Stück weiter in die Clausewitzstraße zu verlegen.

Ein wichtiges Anliegen der Politik im Rat: Die jeweils zwei Fahrspuren, die um den Platz führen, sollen erhalten bleiben. Bei den Plänen, die die Infra zuletzt vorgelegt hatte, war das nicht vorgesehen. Diese würden „den ganzen Platz versauen“, wetterte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Dieser Planung müsse man „die rote Karte zeigen“. Die Harmonie des Platzes müsse erhalten bleiben, auch, wenn das etwas mehr Geld koste.

Infra-Chef Christian Weske nahm an der Sitzung des Bauausschusses teil. An­schließend erklärte er auf Nachfrage der NP, dass er die bisherige Planung „nach wie vor für die beste Lösung“ halte. Er wolle nun allerdings schauen, wie sich die Anregungen der Politik darin in­tegrieren ließen. Ziel sei, „größtmöglichen Konsens herzustellen“.

Von Christian Bohnenkamp

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