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Meine Stadt Hannover: Ricklinger wehren sich gegen Straßenausbau
Hannover Meine Stadt Hannover: Ricklinger wehren sich gegen Straßenausbau
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13:47 22.02.2018
Am Zaun: An mehreren Straßen haben Haubesitzer Plakate an ihren Zäunen befestigt.  Quelle: Fotos Petrow
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Hannover

Den Anwohnern in Ricklingen reicht’s. Nachdem sie ihren Unmut über die Straßenausbaugebühren bereits im Bezirksrat geäußert hatten, machen sie jetzt mit Plakaten auf ihren Protest aufmerksam.

Rund 80 Plakate haben sie an sechs verschiedenen Straßen aufgehängt. „Nicht mit uns Ricklingern“, steht da zu lesen. „Wir wollen zeigen, dass wir Bürger zusammen halten und uns nicht alles bieten lassen. Das wir uns auch wehren können“, so Andreas Tiedemann, einer der Organisatoren. „Wir haben eine Interessengemeinschaft gegründet, der jetzt schon etwa 160 Anwohner beigetreten sind.“

Hintergrund des Protests ist die geplante Ausweitung des Straßenausbauprogramms der Stadt. Vorgesehen sind weitere Erneuerungen in einer Reihe kleinerer Ricklinger Straßen – und die Anlieger sollen dabei 75 Prozent der Kosten tragen.

„Das ist wie eine Enteignung“, wettert Tiedemann. „Man darf nicht mal mitbestimmen, was gemacht wird.“ Was Befürchtungen weckt. So vermuten Anlieger, dass bei diesen Arbeiten vor allem die marode Kanalisation saniert werden soll – auf ihre Kosten. Auch halten sie die Ausweisung als Anliegerstraßen für fraglich, da die Straßenverkehrsordnung darunter offensichtlich etwas anderes verstehe als die Stadt. An Hauptverkehrsstraßen werden Anlieger nur mit 40 Prozent der Kosten belastet. „Was ist denn mit den ganzen Lkws, die hier vorbei fahren?“ fragt Tiedemann. Auch würden die Häuser oft Senioren gehören, die von einer nur kleinen Rente leben müssten. „Wie sollen die denn das bezahlen?“

Von Andreas Krasselt

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