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Meine Stadt Hannover: Rat will mehr Einsatz gegen Dreck
Hannover Meine Stadt Hannover: Rat will mehr Einsatz gegen Dreck
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00:16 13.05.2016
Hannover

„Es sind beileibe nicht nur Männer, die abgerissen oder schwer alkoholisiert sind“, hat Christine Kastning beobachtet. Ihr sei erst kürzlich ein Anzugträger aufgefallen, der an der Oper urinierte. Zwei Jugendliche, die dasselbe am Schwarzen Bären (Linden) taten, habe sie angesprochen. Kastning meint: „Man sollte Zivilcourage zeigen.“ Und alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen – angefangen bei der Reinigung bis hin zum Einsatz von Sozialarbeitern.

Mehr Personal für die Servicegruppe Innenstadt wünscht sich ihr CDU-Kollege Jens Seidel. Sechs Mitarbeiter reichten offenbar nicht, um die City sauberer und sicherer zu machen. Falls einer der sechs städtischen Beschäftigten jemanden beim großen Geschäft erwischt, muss der mit einem Bußgeld rechnen – oder bekommt direkt Putzzeug, um den Dreck zu entsorgen.

Wirft jemand dagegen Kaugummi oder Kippen auf den Boden, kommt er meistens unbehelligt davon. „Wir haben in der Region vier Abfallfahnder. Für eine Dauerpräsenz auf den Straßen brauchten wir viel mehr Personal“, sagt Regionsdezernent Axel Priebs. Auch er beobachte mit Sorge die zunehmende Verschmutzung: „Das ist ein gesellschaftliches Problem, das wir ohne enormen und kaum bezahlbaren Personalaufwand nicht lösen können.“

Mehr über die kostenlose Nutzung öffentlicher Toiletten informieren, die Servicegruppe verstärken, Sozialarbeiter einsetzen – das sind Vorschläge, über die René Steinhoff mit ihrer Grünen-Ratsfraktion diskutieren will. „Da muss dringend was geschehen“, stimmt ihr Linken-Ratschef Oliver Förste zu.

Wilfried Engelke von der FDP wünscht sich ein hartes Durchgreifen von der Stadt: „Da muss man Platzverweise aussprechen und Leuten Eimer und Besen in die Hand drücken.“ Mit „Kuschelpädagogik“ werde man kaum einen von mehr Anstand überzeugen.

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