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Meine Stadt Hannover: Preisschock für Weihnachtsmarkt
Hannover Meine Stadt Hannover: Preisschock für Weihnachtsmarkt
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00:19 16.11.2015
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Hannover

Zumal die Standgebührenerhöhung nicht das einzige Kostenproblem der Marktbeschicker ist. Sie haben auch mit dem Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zu kämpfen. „Zehn Prozent hätten wir noch verkraften können, aber 20 Prozent sind zu viel. Das wird sich auf die Preise auswirken“, kündigt Armbrecht an.

Das sieht auch Claus Bähre so, der bereits seit rund 30 Jahren auf Hannovers Weihnachtsmarkt vertreten ist. „Diese Gebührensteigerung ist schon ganz schön happig“, sagt er und macht ebenfalls deutlich, „dass das der Endverbraucher zahlen wird. Es geht nicht anders.“ Früher seien noch 20 bis 30 Prozent Gewinn möglich gewesen. Mittlerweile sei dieser Wert jedoch auf elf bis zwölf Prozent gesunken, sagt Bähre, der ebenfalls mit dem Mindestlohn zu kämpfen hat. „Jemand, der Gläser abwäscht, hat früher sechs Euro bekommen. Da muss ich jetzt 8,50 Euro zahlen“, so Bähre.

Die Stadt begründet die Gebührenerhöhung damit, dass sie in den vergangenen Jahren mit den Weihnachtsmärkten ein Minus gemacht hat. Die Gebühren deckten nicht die Kosten für Dekoration, Strom, Personal oder Werbung. Hinzu kommt, dass die Stadt in den nächsten Jahren wegen des Landtagumbaus weniger Flächen vermieten kann.

Konkret sollen die Gebühren für Anbieter von Getränken um 20 Prozent steigen, von insgesamt 140 auf 169 Euro pro Quadratmeter. Anbieter von Speisen sollen 17 Prozent mehr bezahlen, also 141 statt 120 Euro pro Quadratmeter.

Hannovers Marketing- und Tourismuschef Hans Nolte hat jedoch keine Bedenken, dass höhere Preise Besucher abschrecken könnten: „Wir haben ein hervorragendes Preis-Leistung-Verhältnis. Das Niveau ist deutlich gestiegen.“

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