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Meine Stadt Hannover: Poller bringen Bürger zu Fall
Hannover Meine Stadt Hannover: Poller bringen Bürger zu Fall
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00:17 16.11.2015
Mitten im Weg: Über die Poller in der Ständehausstraße sind schon viele Menschen gestolpert. Einige verletzten sich schwer. Foto: Dillenberg
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Hannover

Erst Anfang der Woche zog sich ein 86-jähriger Mann eine blutende Kopfwunde zu, weil er über einen Betonquader gefallen war. Große Blutspuren zeugen von dem Unfall.

„Unser Erste-Hilfe-Kasten ist schon ganz leer“, erzählt Lisa Habenicht, Shop-Leiterin von „Donna“. Sie hat in den vergangenen Monaten zehn Unfälle gezählt, drei Personen mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus. Die Aufforderung an die Stadt, die gefährlichen Hindernisse zu beseitigen, brachte nicht viel. „Wir haben darauf reagiert und die Poller ein paar Meter in die Ständehausstraße verschoben. Wir hoffen damit diese Absperr- und Sitzmöglichkeiten besser in den Blick der Fußgänger gerückt zu haben und damit eine Stolpergefahr zu reduzieren“, antwortete die Stadt am 19. Oktober. Ersatzlos streichen könne man die Betonquader nicht, schließlich dürften keine Lieferfahrzeuge dort fahren.

Dass die Lastwagen galant auf der anderen (pollerfreien) Seite die Betonquader umschiffen können – geschenkt. Jetzt stehen die Hindernisse neben den Schaufenstern im Weg. „Wenn es dunkel wird, kann man sie überhaupt nicht mehr sehen“, sagt Lisa Habenicht. Eine ihrer Kundinnen ist Theda Semrau. Die Ärztin leistete bei dem 86-Jährigen Erste Hilfe. Ihre Meinung zu den Beton-sitzpollern ist eindeutig: „Ich finde das kriminell. Die Dinger sind viel zu scharfkantig.“
Nach der Anfrage der NP sah man schließlich auch im Rathaus ein, dass es so nicht weitergehen kann. Stadtsprecherin Anne Ruhrmann: „Die Betonsitzpoller werden verschwinden.“ Das Modegeschäft „Donna“ habe das ja bereits angemahnt.
Von Regressansprüchen verletzter Bürger ist bei der Verwaltung nichts bekannt. Thomas Nagel

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