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Meine Stadt Hannover: Polizei räumt besetztes Vereinsheim
Hannover Meine Stadt Hannover: Polizei räumt besetztes Vereinsheim
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20:52 08.04.2016
Quelle: Elsner
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Hannover

Am Freitagvormittag waren die Besetzer in das seit drei Jahren leerstehende Gebäude eingedrungen. Das Motto der Aktion: „Kultur statt Verfall“. Statt das alte Vereinsheim abzureißen, so wie es die Universität „zeitnah plant“, wollen die Besetzer daraus ein soziales Zentrum machen. „Wir wollen die stetig verfallenden Räume in Seminar- und Gruppenräume, Werkstätten, Gemeinschafts-, Sport- und Proberäume umwandeln“, teilten die Aktivisten mit. Denn, so hieß es weiter: „Die Stadt gehört allen und sollte Raum bieten, das eigene Leben selbstverwaltet und solidarisch zu gestalten, ohne Leistungsdruck und unabhänig von wirtschaftlichen Zwängen.“

Foto: Elsner, Ditfurth

Nach der Besetzung stellte der Asta Kontakt zur Uni-Leitung her. „Doch ein erstes Gespräch mit dem Präsidenten lief nicht wie gewünscht“, so Asta-Sprecher Bodo Steffen zur NP. Danach habe der Präsident Volker Epping den Besetzern ein Ultimatum bis 13 Uhr gesetzt. „Schon allein aus Fürsorgepflicht konnten wir die Besetzung nicht tolerieren“, so die Uni-Sprecherin. Grund: Das ehemalige Vereinsheim sei wegen starkem Schimmelbefall akut gesundheitsgefährdend.
Die Studenten missachteten das Ultimatum – Polizeieinsatz. „Das scheint uns überzogen und unangemessen“, so der Asta.

Doch die Uni lenkte ein, wollte den Besetzern ihre Pläne am Nachmittag vorlegen. „Wir wollen das auf einem guten Weg lösen“, so die Uni. An den Abrissplänen wurde jedoch nicht gerüttelt: „Das steht“, sagte die Sprecherin weiter. Die dadurch freiwerdende Fläche soll zur Erweiterung des Zentrums für Hochschulsport und des Instituts für Sportwissenschaft dienen. Neubauten sind an diesem Ort nicht geplant. „Das geht in dem Bereich auch gar nicht aus Gründen des Hochwasserschutzes.“

Gegen 15 Uhr riegelte die Polizei das Gelände ab und begann mit der Räumung. Gegen 17.15 Uhr war der Vorplatz geräumt. Nur im Haus und auf dem Dach hielten sich noch einige Aktivisten auf.

Sie gaben gegen 19 Uhr auf und kletterten freiwillig vom Dach.

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