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Hannover: Polizei hat Problem, das sich gewaschen hat

Die Polizeidirektion (PD) der Landeshauptstadt hat ein Problem, das sich gewaschen hat: Seit Jahren steht ihre Autowaschanlage im Wert von mehreren zehntausend Euro für die gut 600 Dienstwagen der 3600-Mitarbeiter-Behörde still. Grund sind Probleme mit dem Abwassersystem auf dem Kfz-Wartungsplatz an der Waterloostraße. 

Hannover. Funk- und Zivilstreifen müssen deshalb bei externen Anbietern gewaschen werden – was in den vergangenen Jahren zusätzliche Kosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro verursacht haben könnte.
Laut PD wurde die Waschanlage mit den blauen Riesenbürsten 2007 installiert. 38  000 Euro habe das Reinigungsgerät gekostet. Bis 2012 war die Anlage nach Behördenangaben in Betrieb. „Zuletzt mit einigen Unterbrechungen wegen des durch das Staatliche Baumanagement festgestellten defekten Abwassersystems auf dem Grundstück“, teilte Polizeisprecherin Martina Stern auf NP-Anfrage schriftlich mit.

Nach ihren Angaben war im Zusammenhang mit der Installation eines Ölabscheiders – der nach NP-Informationen mehrere zehntausend Euro gekostet haben soll – festgestellt worden, dass das Abwassersystem grundlegend sanierungsbedürftig ist. Die Polizeisprecherin weiter: „Nur mit einem erheblichen finanziellen Aufwand hätte das Abwassersystem wieder so hergestellt werden können, dass ein Weiterbetrieb möglich gewesen wäre. Da ohnehin ein Neubau geplant war, wurden die erheblichen Kosten für eine Sanierung nicht mehr investiert.“

Mit dem Neubau des Kfz-Wartungsplatzes solle voraussichtlich 2017 begonnen werden. 2019, nach Abschluss der umfangreichen Arbeiten, werde „eine Waschanlage dann wieder in Betrieb gehen können. Angestrebt ist der Einbau der vorhandenen Waschanlage, sie ist kein Totalschaden“, betont Stern. Die zusätzlichen Kosten für die jahrelange Reinigung der Dienstwagen bei externen Anbietern konnte die Sprecherin nicht benennen.

Nach PD-Angaben sollte die stillstehende Anlage jährlich für rund 1800 Wäschen zuständig sein. Somit würde jeder der gut 600 PD-Dienstwagen also nur dreimal im Jahr gereinigt. Nimmt man je Wäsche einen Sonderpreis von fünf Euro an, müsste die PD jährlich also 9000 Euro ausgeben; in den dreieinhalb Jahren, die die Anlage defekt ist, also 31 500 Euro.

Doch nach Angaben eines Experten werden Funkstreifen, die oft rund um die Uhr im Einsatz sind, normalerweise einmal wöchentlich gewaschen. Dann würde sich eine wesentlich höhere Gesamtsumme ergeben – nämlich deutlich mehr als eine halbe Million Euro.

Andreas Körlin


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