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Meine Stadt Hannover: "Piraten" wollen zurück in den Rat
Hannover Meine Stadt Hannover: "Piraten" wollen zurück in den Rat
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00:16 03.07.2016
Quelle: Sielski
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Hannover

„Mindestens Fraktionsstatus“ – also zwei Sitze – gibt Thomas Ganskow, der Regionsvorsitzende der Partei, als Ziel aus. Dass das nicht leicht wird, wissen die "Piraten". „Die AfD wird allen Parteien zu schaffen machen“, sagt Thomas Grote, Kandidat für den Stadtbezirk Nord. Im Wahlkampf wollen sich die Piraten allerdings auch gezielt als Alternative zur „Alternative für Deutschland“ in Szene setzen. Auch sie haben es auf mögliche Protestwähler abgesehen, die vom politischen Establishment die Nase voll haben. Bei den Piraten könne man jedoch „Protest ohne Rassismus“ wählen, versichert Adam Wolf, der sich im Bezirk Linden-Limmer um ein Ratsmandat bewirbt. Die Beteiligung an Koalitionen schließen die Piraten schon vor der Wahl aus. „Wir wollen themenbezogen Politik machen, ohne Fraktionszwang“, kündigt Regionschef Ganskow an. Für ihn „die Politik der Zukunft“.

Gegen die Bebauung des Steintors, für den Bau eines D-Tunnels und mehr Demokratie wollen die Piraten kämpfen. Alles Forderungen, die genau so auch im Wahlprogramm der AfD stehen. Während diese jedoch auf Kosten der Flüchtlinge ihre Politik mache, „wollen wir von Anfang an die Bürger bei diesem Thema besser einbinden. Wir sind das Gegenteil der AfD“, sagt Pirat Adam Wolf. Nicht mehr kandidieren wird Dirk Hillbrecht, nach dem Bruch der Fraktion letzter verbliebener Pirat im Rat der Stadt. Er will sich in Zukunft verstärkt auf Arbeit und Privatleben konzentrieren. Allerdings sieht Hillbrecht auch „die Entwicklung der Partei sehr kritisch“. Ihm fehlt eine „fundierte Beschäftigung mit Inhalten“. Ob er überhaupt Mitglied bleiben werde, macht er davon abhängig, wie die Debatte über das Wahlprogramm in den kommenden Wochen verlaufen wird.

von Christian Bohnenkamp

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