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Polizei

Hannover: Phantombild-Technik immer besser

Am Ende versetzt es Dirk Scheele doch immer wieder in Erstaunen. Dann, wenn ein Täter festgenommen wurde - und er dem Phantombild, das vorher von ihm angefertigt worden war, erstaunlich ähnlich sieht: „Und das kommt häufig vor.“ Scheele ist Phantombild-Zeichner beim Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen, einer von zweien in der Behörde. Montagabend sprach er innerhalb der Veranstaltungsreihe „Zündstoffe“ im Dienstgebäude am Waterlooplatz über seine Arbeit.

Hannover. Dass die Ähnlichkeit der angefertigten Bilder mit den gesuchten, realen Personen oft frappierend hoch ist, sei deshalb erstaunlich, „weil ich eine subjektive Erinnerung an das Erscheinungsbildeiner Person bekomme, die subjektiv wiedergegeben wird“. Scheele nimmt die Beschreibung auf und bewertet sie - das ist ein natürlicher Vorgang - natürlich auch subjektiv. Dann setzt er sie noch in ein Bild um.

Der Beamte erklärte den Zuhörern ausführlich, wie das mit der Umsetzung funktioniert - häufig trotz technischer Möglichkeiten noch ganz klassisch mit Zettel und Stift. Vor allem ältere Menschen würden in diese Methode mehr Vertrauen haben und ruhiger reagieren als auf moderne Tablets, die genauso mit einem Stift benutzt werden: „Bei jungen Leuten ist High-Tech angesagt, Kiddies sind so versiert im Umgang damit.“

Die Technik hat in den vergangenen Jahren - erst recht seit dem vermutlich ersten Phantombild aus dem Jahr 1951 - entscheidende Fortschritte gemacht. Inzwischen gibt es Experten, die „Aging“ umsetzen, also voraussagen, wie Menschen aussehen, wenn sie älter geworden sind. Das werde zum Beispiel bei seit Jahren Verschwundenen oder Untergetauchten gemacht. Zudem könnten Köpfe auch dreidimensional am Rechner modelliert werden - was hilfreich sei, weil zum Beispiel mehrere Zeugen einer Straftat den Täter aus unterschiedlichen Winkeln gesehen haben.

Das LKA erstellt auch die Phantombilder für die Polizeidirektion Hannover. Landesweit produzieren Scheele und ein Kollege im Schnitt 650 im Jahr - „eins dauert etwa eine Stunde, manchmal aber auch deutlich länger“.


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  • Landkreis: Region Hannover
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