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POLITISCHER SPRENGSTOFF: Unternehmer Papenburg will seine Gewerbeflächen (rot umrandet) durch Aufschüttung des Hafenbeckens verbinden. Kritiker befürchten Auswirkungen auf das nördliche Naturschutzgebiet.

POLITISCHER SPRENGSTOFF: Unternehmer Papenburg will seine Gewerbeflächen (rot umrandet) durch Aufschüttung des Hafenbeckens verbinden. Kritiker befürchten Auswirkungen auf das nördliche Naturschutzgebiet.

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Projekt

Hannover: Papenburg will Hafenbecken auffüllen

Bauunternehmer Günter Papenburg will die Wasserfläche des ehemaligen Teutonia-Werkshafens in Misburg auffüllen und danach als Gewerbefläche nutzen.

Hannover. Teile der Politik scheinen dem Vorhaben schon Zustimmung signalisiert zu haben, was gestern im Umweltausschuss des Rats zu heftigen Kontroversen führte.

Die Verwaltung will ein entsprechendes Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan einleiten. Ein Genehmigungsantrag Papenburgs liegt zwar noch nicht vor. Es habe aber Gespräche gegeben, bestätigte Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette.

Papenburg besitzt bereits seit längerem die Gewerbeflächen westlich und östlich des Hafens. Aus seiner Sicht kann eine Verbindung dieser Areale nur sinnvoll sein, weshalb er das Hafenbecken ebenfalls gekauft hatte.

„Gewerbegebiete haben wir genug“, kritisierte aber Kerstin Seitz (CDU). Wie viele Anwohner befürchtet sie die Zerstörung eines seit Jahrzehnten gewachsenen landschaftlichen Kleinods. Das sich allerdings in Privatbesitz befindet. So könnte Papenburg theoretisch den über sein Gelände führenden Zugang zum nördlich angrenzenden Naturschutzgebiet „Mergelgrube“ blockieren. Ein denkbares Druckmittel.

„Die Verfüllung des Wasserbeckens könnte aber erhebliche Auswirkungen auf dieses Naturschutzgebiet haben“, so Cornelia Booß-Ziegling von BUND. Die Verwaltung will indes gerade diese naturschutzrechtlichen Fragen durch ein geregeltes Verfahren klären, was ansonsten ohne Einwilligung des Eigentümers unmöglich wäre.

Misstrauisch stimmt die Anwohner jedoch die Eile, mit welcher der Antrag gestern durch den Ausschuss gebracht wurde. Der Versuch der CDU, ihn in die Fraktion zu ziehen, scheiterte am Widerstand von Rot-Grün. Die Opposition befürchtet, dass ein einmal eingeleitetes Verfahren einen Zugzwang auslösen könnte.


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