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Terror-Warnung

Hannover: Paket im Zug keine Bombenattrappe

Das Rätsel um die angebliche Bombenattrappe, die nach Absage des Freundschaftsspiels Deutschland gegen Niederlande am Dienstagabend in einem Intercity (IC) im Hauptbahnhof gefunden wurde (NP berichtete), ist gelöst. Beamte der Polizeidirektion Hannover haben den Reisenden ausfindig gemacht, der das verdächtige Paket im Zug hatte liegen lassen. Der Mann hatte offensichtlich den Karton mit elektrischen Bauteilen in der Gepäckablage vergessen.

Hannover. Im Klartext: Der Vorfall hatte mit einem Terroranschlag nichts zu tun. „Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Der Vorgang wird an die Staatsanwaltschaft abgegeben“, so Polizeisprecherin Martina Stern.

Ausgerechnet in der Zeit, als Hannover am Dienstag wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags durch islamistische Terroristen im Ausnahmezustand war, hatte der Reisende den verdächtigen Gegenstand im IC aus Braunschweig liegen lassen. „Es handelte sich um ein Paket in einem Jutebeutel“, hatte der Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover, Thomas Osterroth, am Mittwoch in einer Pressekonferenz im Landeskriminalamt (NP berichtete) erklärt. Weiterer Zufall: Ein Sprengstoffspürhund schlug an. Warum, ist unklar. Das Tier hatte sich geirrt – in dem Karton befand sich kein explosives Material. Beim Röntgen entdeckten die Entschärfer der Bundespolizei aber auch noch die Kabel. Deshalb wurde der IC geräumt und der Bahnhof zwischen Gleis acht und Gleis 14 gesperrt. Und das knapp eineinhalb Stunden lang. Erst nach Öffnen des Pakets konnten die Sprengstoffexperten Entwarnung geben.

Ursprünglich hatte ein Mitreisender gegenüber Medien behauptet, er habe das Paket in der Gepäckablage bemerkt. Er will den Eigentümer auch angesprochen haben. Doch dieser habe „schnellen Schrittes den Zug verlassen“, berichtete der 69-Jährige. Nach Informationen der NP soll der Besitzer des Pakets sich weder an eine Ansprache erinnern können noch will er aus dem Zug geflüchtet sein. Mit seinen Angaben hatte der Rentner in der Terrorangstnacht von Hannover für weitere Aufregung gesorgt. Bewusst oder unbewusst? In Polizeikreisen soll der 69-Jährige zumindest kein unbeschriebenes Blatt sein – er soll mit dem islamfeindlichen „Pegida“ in Dresden in Verbindung stehen. Dazu sagte Stern nichts. Nur so viel: In dem Fall gebe es mehrere Zeugen.

Von Britta Mahrholz


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