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PRAKTISCH: An der Ampel an der Brühlstraßekönnen sich Radfahrer an einem Griff festhalten.

PRAKTISCH: An der Ampel an der Brühlstraße können sich Radfahrer an einem Griff festhalten.© Behrens

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Maßnahmen

Hannover: Offensive für Radverkehr

Die Stadt will mehr Hannoveraner auf das Rad bringen. Um das zu schaffen, hat sie für 2016/2017 ein umfangreiches Maßnahmenpaket geplant. Details hat die Verwaltung gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hannover. Sichtbares Signal für das Bemühen, die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern, ist die erste digitale Zählstation, die Oberbürgermeister Stefan Schostok gestern an der Ecke Lange Laube/Otto-Brenner-Straße eingeweiht hat. Im Betrieb ist sie seit Dienstag. Seitdem haben sie schon mehr als 10 000 Radfahrer passiert.

Weitere digitale Zählstationen sind am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer am Maschsee sowie am Friedrichswall geplant. Sie sollen schon im Mai eingebaut werden. Später soll noch am Schwarzen Bären eine solche Tafel installiert werden. Weitere Zählstellen werden nicht sichtbar sein, aber ebenfalls wichtige Daten liefern. „Dadurch werden wir besser sehen können, wie sich der Radverkehr im Laufe der Zeit sowie im Jahresverlauf entwickelt“, sagt Kai Kaminski, der im Fachbereich Tiefbau für den Radverkehr zuständig ist.

Neu ist auch das Logo, mit dem die Stadt unter dem Motto „Lust auf Fahrrad“ für das Radfahren werben will. Entworfen hat es die Bozener Agentur Helios, die bereits im Auftrag anderer Städte wie München, Salzburg oder Innsbruck Kommunikationsstrategien für den Radverkehr entworfen hat. „Es ist wichtig, die Leute dazu zu bringen, sich mit dem Radfahren zu identifizieren. Das muss zum Alltag gehören wie Aufstehen und Zähneputzen“, sagt Patrick Kofler, Geschäftsführer der Agentur.

Geplant sind eine Reihe von Aktionen. Regelmäßig will die Stadt Fahrrad-Sicherheitschecks organisieren. Außerdem hat sie die Band Maybebop dafür gewonnen, dass sie einen eigenen Hannover-Radsong komponiert. Die Ideen dafür sowie das dazugehörige Musikvideo sollen Hannovers Radfahrer liefern.

Das Radwegenetz will die Stadt unter anderem durch die Ausweisung neuer Fahrradstraßen verbessern. Noch im Frühjahr sollen Schilder und Markierungen in Adolfstraße, Bürgermeister-Fink-Straße, Akazienstraße, Am Grünen Hagen, Appelstraße, Funkenkamp, Försterkamp, Ellernbuschfeld, Rehbuschfeld und Ohefeldweg kommen. Im Sommer folgen Schubertstraße, Flüggestraße, Eichstraße und voraussichtlich die Kleestraße. Zudem sollen im Rahmen einer Reihe von Straßenbauprojekten die Radwege erneuert werden.

Als weiteren Schwerpunkt nimmt die Stadt die Schaffung zusätzlicher Stellplätze in den Angriff. Das Fahrradparkhaus Rundestraße, das schon seit zwei Jahren voll ist, soll um eine weitere Lage aufgestockt werden. Außerdem soll es an der Stadtbahnendstation Roderbruch eine Fahrradgarage geben, in der die Räder vor Diebstahl und Witterung geschützt sind. Überdies will die Verwaltung 500 zusätzliche Fahrradbügel aufstellen, allein 200 im Bereich der HDI-Arena und der Swiss-Life-Hall. Dort können dann bis zu 600 Räder angeschlossen werden. Oft sind es aber auch Kleinigkeiten, die den Radverkehr attraktiver machen können. An der Ampel Ecke Brühlstraße/Otto-Brenner-Straße hat die Stadt - erst einmal testweise - einen Handgriff installieren lassen, an dem sich Radfahrer festhalten können. Schräg gegenüber gibt es ein Modell, auf dem man beim Warten seinen Fuß abstellen kann. Und im Bereich der Zählstation in der Langen Laube wird eine Luftpumpe installiert.

www.lust-auf-fahrrad.de


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok