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Meine Stadt Hannover: OB will Flüchtlinge gerechter verteilen
Hannover Meine Stadt Hannover: OB will Flüchtlinge gerechter verteilen
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00:16 21.03.2016
Die größte Unterkunft im Bezirk Buchholz-Kleefeld ist das Oststadtkrankenhaus (oben), in dem über 700 Menschen untergebracht sind.
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Hannover

„Massen von Menschen, die eine zu große Belastung darstellen“ nannte es einer – und bekam dafür Applaus. Andere sorgen sich um einen möglichen Wertverlust ihrer Häuser. Insbesondere Anlieger der Milanstraße sind in Sorge wegen der Leichtbauhallen, die dort als Notunterkünfte aufgestellt werden sollen. Mit dem Oststadtkrankenhaus und dem GBH-Heim am Annateich gibt es in Buchholz-Kleefeld derzeit zwei Flüchtlingsunterkünfte. Nach aktuellem Planungsstand sollen jedoch im Laufe der Zeit weitere acht dazukommen.

Im Vergleich zu anderen Stadtbezirken belegt Buchholz-Kleefeld damit eine der Spitzenpositionen. Laut Verwaltung liegt das vor allem an den vielen Plätzen in Notunterkünften, die in Buchholz-Kleefeld rund die Hälfte ausmachen werden. Die aber sollen so bald wie möglich abgebaut werden. „Die Notunterkünfte werden keine regulären Unterkünfte“, versicherte Schostok auch mit Blick auf den geplanten Leichtbauhallenstandort an der Milanstraße.

Das Konzept für die gerechtere Verteilung will der OB in „allernächster Zeit“ den politischen Gremien vorlegen. „Wir wollen aus dem Krisenmanagement und dem Improvisieren herauskommen“, sagte Schostok. Auch sei die Stadt „wachsam, dass wir keine Überkapazitäten schaffen“. Der Oberbürgermeister stellte außerdem klar: „Wir sparen nicht die besser begüterten Stadtteile aus.“

Gleichwohl machte die Stadt auch deutlich, wie begrenzt die Möglichkeiten bei der Auswahl von Standorten für Flüchtlingsunterkünfte sind. „Es gibt Stadtbezirke, in denen wir nicht einmal Lücken für Wohnungsbau finden“, erklärte Stadtplaner Michael Heesch, der in der Bauverwaltung für die Unterbringung von Flüchtlingen zuständig ist.

Er erklärte auch, wie der geplante Leichtbauhallenstandort an der Milanstraße gestaltet
werden soll. Rund 160 Flüchtlinge sollen dort in vier Hallen unterkommen. Vorgesehen sind Schlafräume für jeweils acht bis zehn Flüchtlinge. Außerdem soll es ausreichend Flächen geben, auf denen sich die Bewohner die Zeit vertreiben können.

Weitere Flüchtlingsunterkünfte im Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld sind am Dorfmarkhof, an der Lathusenstraße, am Nikolaas-Tinbergen-Weg, an der Nußriede, am Osterfelddamm, an der Feodor-Lynen-Straße sowie an der Podbielskistraße geplant.

Christian Bohnenkamp

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