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VIEL PLATZ FÜR WOHNUNGEN: Das Gelände der Wasserstadt Limmer.

VIEL PLATZ FÜR WOHNUNGEN: Das Gelände der Wasserstadt Limmer.© Dröse

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Bauprojekt

Hannover: Neustart für die Wasserstadt

Einer Meinung sind sie noch längst nicht. Und doch: Die Wogen im Streit um die Bebauung der Wasserstadt Limmer haben sich spürbar geglättet.

Hannover. Einer Meinung sind sie noch längst nicht. Und doch: Die Wogen im Streit um die Bebauung der Wasserstadt Limmer haben sich spürbar geglättet. Für die neuen Entwürfe für das Großprojekt auf dem früheren Conti-Gelände gab es am Mittwoch im Freizeitheim Linden viel Lob.

Sie sind das Ergebnis von drei Sitzungen des runden Tisches, in dem Vertreter von Grundstückseigentümer Günter Papenburg, Stadt, Planer, Wohnungswirtschaft und Bürgervertreter zusammenkamen. Die Gruppe verständigte sich darauf, dass die Gebäude weniger streng symmetrisch und dafür lockerer zueinander angeordnet werden sollen. Auch sollen die Gebäude in Form von Blocks entstehen, um so attraktive Innenhöfe zu schaffen. Zudem wird es im ersten Bauabschnitt weniger Wohnungen geben als ursprünglich vorgesehen: Statt 600 sollen es nun 500 werden.

Das alles waren Forderungen, die sich aus der Bürgerbeteiligung der vergangenen Monate ergeben hatten. Für Stadtbaurat Uwe Bodemann hat sich diese gelohnt. „Ich bin der Meinung, dass der Entwurf deutlich besser geworden ist“, verkündete er.

Für Planerin Ingrid Spengler, die den städtebaulichen Entwurf erstellt hatte, der im Februar 2014 auf viel Widerstand gestoßen war, ist bei den Treffen in den vergangenen Wochen „etwas völlig Neues entstanden“. Das sei auch nötig gewesen, weil man die vielen Wünsche aus der Bürgerbeteiligung nicht in den alten Entwurf habe einfügen können.

Doch trotz Neustart für die Wasserstadt: Alte Streitpunkte bleiben. Zwar haben Stadt und rot-grüne Ratsmehrheit bereits signalisiert, dass es statt der ursprünglich geplanten 2000 Wohneinheiten nur 1600 bis 1800 geben soll. Doch diese Reduzierung geht vielen Anliegern noch nicht weit genug.

Und auch um die Geschosshöhen wird weiter gerungen. Während sich Planerin Spengler dafür ausspricht, an der Nordkante des Geländes am Leineabstiegskanal höhere Gebäude mit sechs bis acht Geschossen zuzulassen, fürchten Anlieger, dass diese zu viel Schatten auf die Uferpromenade werfen könnten.

In die entgegengesetzte Richtung zielten die Bedenken von Bernd Hermann, Geschäftsführer der Wasserstadt-Gesellschaft von Eigentümer Papenburg. Er hat Zweifel, ob sich das Gelände nach der Reduzierung der Bebauungsdichte noch wirtschaftlich vermarkten lässt. „Wir müssen die Machbarkeit prüfen“, sagte er und kündigte zugleich an, dass sich „das auf den Grundstückspreis erheblich auswirken wird“. Die Frage sei dann auch, „wer das bezahlen kann“.


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