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Projekt

Hannover: Neues Konzept für Leinewelle

Neuer Standort für die Leinewelle: Pläne, die die Macher am Dienstagmittag der Öffentlichkeit vorstellten, sehen vor, dass diese nicht mehr am Wehr vor dem Landtag entstehen soll, sondern ein Stück leineabwärts im Bereich der historischen Leinemauer, die gerade frisch saniert wurde.

Der nördlich der Schlossbrücke gelegene Bereich hat den großen Vorteil, dass er ohnehin schon schmaler ist, als das Leinebecken am Landtag, das mit viel baulichem Aufwand hätte eingeengt werden müssen, damit die Surfwelle funktioniert.

Auch aus Sicht der Stadt ist der neue Standort deutlich günstiger. Sie will den nun ausgewählten Leinebereich ohnehin aufwerten. Neben der bereits fertig sanierten Mauer wurde bereits ein Zugang zum Wasser geschaffen, der von Kanuten genutzt werden kann. Auch auf der anderen Uferseite hat die Umgestaltung des Hohen Ufers bereits begonnen. Dort soll eine Baumallee mit deutlich mehr Aufenthaltsqualität angelegt werden. Die neue VHS in diesem Bereich wurde bereits eröffnet, außerdem errichtet die Firma Helma zwei Gebäude, von denen das an der Uferkante gelegene auch ein Restaurant mit direktem Blick aufs Wasser beinhalten soll. Die Leinewelle könnte zusätzliche Besucher anlocken. Außerdem gibt es auf der Seite der historischen Mauer einen Parkplatz, der von den Surfern genutzt werden könnte.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass die Leinwelle genehmigt wird, ist am neuen Standort deutlich höher als am Landtag“, freut Heiko Heybey, einer der Macher des Surfprojektes. Mit den Behörden hat es bereits intensive Gespräche geben. „Mit dem Denkmalschutz ist das abgestimmt“, versicherte Stadtbaurat Uwe Bodemann bei der Vorstellung der neuen Pläne.

Damit tatsächlich eine Welle entstehen kann, wird allerdings unter Wasser eine Rampenanlage gebaut werden müssen, die hydraulisch gesteuert werden soll. Die Technik, die der österreichische Wellenexperte Professor Markus Aufleger mit seiner Firma Dreamwave bereits für das Zillertal plant, wird zwar Mehrkosten verursachen. Dafür wird das Bauvolumen insgesamt deutlich geringer sein, da der Fluss am neuen Standort deutlich schmaler ist. „Wir hoffen, dass sich das unter dem Strich die Waage hält“, sagt Heybey, der mit seinem Team bis zum Frühjahr nächsten Jahres die Planungen weiter vorantreiben und dann auch eine konkrete Kostenschätzung vorlegen will. Auf dieser Basis sollen dann auch konkret Sponsoren angesprochen werden, die das Vorhaben finanzieren sollen. Denn die Stadt hat gestern erneut deutlich gemacht, dass es von ihrer Seite keine finanzielle Unterstützung für die Leinewelle geben wird.


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