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Meine Stadt Hannover: Neues Buch über den Fall Mechthild Bach
Hannover Meine Stadt Hannover: Neues Buch über den Fall Mechthild Bach
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10:19 25.09.2018
Der Mordverdacht - neues Buch im Fall Bach Quelle: NP
Hannover

Die Journalisten Hans-Peter Wiechers und Gabi Stief, ehemalige Redakteure der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“, stellten das 128-seitige Buch „Der Mordverdacht“ am Montagabend in Langenhagen bei Hannover vor.

Die umstrittene Internistin musste sich seit 2008 vor dem Landgericht Hannover für den Tod von 13 schwer kranken Patienten verantworten, den sie durch überhöhte Gaben von Schmerzmitteln verursacht haben sollte. Am 24. Januar 2011 nahm sie sich mit 61 Jahren durch eine Überdosis Morphium das Leben.

Ein neues Buch dokumentiert den bundesweit einzigartigen Fall der vor sieben Jahren verstorbenen Krebsärztin Mechthild Bach (1949-2011).

Ihr ungewöhnlich lange dauernder Prozess sorgte bundesweit für Aufsehen, weil erstmals die Grenzen zwischen Schmerzmedizin und aktiver Sterbehilfe strafrechtlich ausgelotet wurden. Er uferte bald nach Beginn zu einem Streit der Gutachter aus und musste zwischenzeitlich neu aufgerollt werden, weil ein Richter erkrankt war.

Vor dem Suizid der Medizinerin hatte der Richter erklärt, dass in zwei Fällen Mord aus Heimtücke nicht ausgeschlossen werden könne - Bach musste daher mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen. Die Anklage lautete ursprünglich auf Totschlag. Die Ärztin hatte dagegen immer wieder beteuert, sie habe lediglich das Leiden ihrer unheilbar kranken Patienten lindern wollen.

Die Internistin, die in Langenhagen bei Hannover arbeitete, wurde 2003 von der AOK angezeigt, weil dort hohe Gaben von Morphium und Beruhigungsmitteln aufgefallen waren. Wenig später durfte sie ihren Beruf nicht mehr ausüben, ihre Zulassung als Ärztin ruhte. 2004 kam sie für 22 Tage in Untersuchungshaft. 2005 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage.

Von epd

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