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Politik

Hannover: Neuer Kunstrasen für Bolzplätze geplant

Wie aus Asche Kunstrasen wird: Ampelgruppe im Rat der Stadt Hannover will Plätze in allen Stadtteilen erneuern

Hannover. Den Anstoß für das Kunstrasenprojekt hatte der Sportausschuss im Februar gegeben, nach der politischen Sommerpause wird es dazu eine Anhörung geben. Die SPD-Fraktion im Sportausschuss möchte Experten einladen, um Kosten, Varianten, Unterhaltung und Pflege, Finanzierungsmöglichkeiten sowie Nutzungserfahrungen auszuloten. Fußball auf Kunstrasen – bei Hannovers Vereinen kommt diese Idee der „Ampelgruppe“ im Rat aus SPD, Grünen und FDP gut an. Interesse bekundet haben bekannte Vereine wie Niedersachsen Döhren, VfB Wülfel, VfL Eintracht und der OSV. Großfeld-Kunstrasenplätze in Hannover gibt es bislang nur bei HSC, TSV Bemerode und Hannover 96.

Ab 2019 soll die Stadt mit dem Kunstrasenprogramm mehrere hunderttausend Euro pro Jahr in die Modernisierung ihrer Sportplätze stecken: Die Asche soll weg, Kunstrasen soll her. In jedem der 13 Stadtteile Hannovers soll es künftig einen Kunstrasenplatz geben, so lautet das Ziel der „Ampelgruppe“, formuliert in einem gemeinsamen Antrag an die Verwaltung im Februar. Anlass für den Kunstrasen gibt es in zweierlei Hinsicht: Attraktivitätssteigerung der hannoverschen Sportanlagen und effizientere Nutzung von Sportflächen vor dem Hintergrund steigender Einwohnerzahlen. „Wir haben nicht mehr Sportflächen zur Verfügung. Also müssen wir die, die vorhanden sind, nutzbarer machen“, so Angelo Al­ter, der SPD-Sportexperte. Kunstrasenplätze hätten im Durchschnitt 2000 Nutzungsstunden im Jahr und damit mehr als doppelt so viele wie etwa Naturrasenplätze. Die SPD rechnet mit etwa 750 000 Euro Kosten für einen Kunstrasenplatz, bei 13 Bezirken ein Projekt, das sich wohl über Jahre hinzieht.

„Allerdings haben wir den An­spruch, nicht bloß einen Rasenplatz pro Jahr zu bauen. Was finanziell machbar ist, müssen natürlich die Haushaltsberatungen zeigen“, so Alter. Die Stadt nimmt zurzeit eine Analyse der Belegung der einzelnen Sportanlagen vor. „Ergebnis der Analyse sollen Erkenntnisse sein, auf welcher Sportanlage der Bau eines Kunstrasenspielfeldes sinnvoll beziehungsweise erforderlich ist, um die Bedarfe an Nutzungszeiten abzudecken“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Nach Abschluss der Analyse will die Stadt dann zusammen mit dem Stadtsportbund auf die Vereine zugehen und das weitere Verfahren abstimmen. 2018 sollen die Kunstrasenplätze ausgeschrieben werden.


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
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