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Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof Hannover.© Stratenschulte

Kriminalität

Hannover: Neue Vorwürfe gegen Bundespolizei

Bei den Ermittlungen gegen einen Bundespolizisten wegen möglicher Misshandlungen von Flüchtlingen in Hannover sucht die Staatsanwaltschaft weiter nach den beiden potenziellen Opfern. Und es gibt neue Vorwürfe gegen die Beamten.

Hannover. "Wir konnten sie leider noch immer nicht auffinden", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Wir sind aber weiter guter Hoffnung, sie bald antreffen zu können." Er gehe nach wie vor davon aus, dass sich die Männer aus Marokko und Afghanistan noch in Deutschland aufhalten.

Ein Bundespolizist soll im vergangenen Jahr die beiden Männer auf der Wache im Hauptbahnhof in Hannover gedemütigt und geschlagen und damit in Kurznachrichten geprahlt haben. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt deshalb unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. "Die Aussagen der beiden möglichen Opfer sind von besonderer Bedeutung zur Aufklärung der Vorwürfe", so Klinge.

Bereits vernommen wurden inzwischen zahlreiche andere Zeugen, darunter auch die beiden Polizisten, die die Anzeige gegen den Bundesbeamten erstattet hatten. Durch ihre Anzeige waren die Vorfälle überhaupt erst öffentlich bekanntgeworden. Der beschuldigte Polizist soll außerdem 2013 einen Kollegen im Aufenthaltsraum der Wache mit einer entsicherten und geladenen Dienstwaffe bedroht haben.

Nach Informationen des NDR sollen Beamte der selben Bundespolizeiwache am Hauptbahnhof Hannover fremdenfeindliche Kommentare über soziale Netzwerke verbreitet haben. In diesen Kommentaren, die dem Sender vorliegen sollen Polizisten von einem "kriminellen Migrationsmob" gesprochen haben. Eine Gerichtsentscheidung zur Teilnahme am schulischen Schwimmunterricht mit einem Ganzkörperbadeanzug soll ein Beamter mit den Worten "Ab nach Istanbul" kommentiert haben. Solche Sprüche sollen von vier Beamten gepostet worden sein. dpa


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