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Meine Stadt Hannover: Neonazi tritt Obdachloser ins Gesicht
Hannover Meine Stadt Hannover: Neonazi tritt Obdachloser ins Gesicht
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00:16 24.02.2017
Hannover

Die Staatsanwaltschaft hatte sofort Haftbefehl be-antragt - wegen Wiederholungsgefahr. Erst im November 2015 war Patrick I. (damals 33) zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Damals ging es um die Angriffe auf einen dunkelhäutigen Mann mit Rastalocken.

Der Neonazi hatte fast 1,9 Promille gehabt, als sein Opfer ihm in der City über den Weg lief. Den Beschimpfungen „Affe“, „Schwarzer Neger“ und „Wenn du Deutschland nicht willst, was willst du hier?“ seien ein Schlag ins Gesicht und mindestens ein Tritt gefolgt, hatten drei Zeugen ausgesagt.

Weil sein Anwalt Revision einlegte und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, befindet sich der ehemalige Mitstreiter der inzwischen verbotenen rechtsradikalen Gruppierung „Besseres Hannover“ noch auf freiem Fuß.

Das änderte sich auch nicht durch den Angriff auf die Obdachlose. Für einen Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr müsse bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr herauskommen, so das Amtsgericht.

Der Neonazi, 2005 wegen Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt (er hatte eine Krankenschwester gewürgt, missbraucht und zu ertränken versucht) muss sich auch wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Das geht auf eine Anzeige des SPD-Landtagsabgeordneten Michael Höntsch vom März gegen ihn zurück.

Bei Twitter hatte I. das Bild eines Paares unterm Regenschirm mit Hakenkreuz und dem Rutenbündel der italienischen Faschisten verbreitet. Seine Freundin (20), soeben deswegen verurteilt zu drei Monaten Sozialtraining, zeigte darauf eine Erschießungsaktion durch Wehrmachtsoldaten. Als Kommentar schrieb sie zu dem Foto des auf dem Boden liegenden Mannes: „Asylantrag. Abgelehnt.“

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