Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Morgen Urteil gegen Todesschützen?
Hannover Meine Stadt Hannover: Morgen Urteil gegen Todesschützen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 19.12.2015
Anzeige
Hannover

Psychiater Carsten Riedemann bescheinigte Bassam A., Angst vor den drei Einbrechern gehabt zu haben. Aber der Schrecken sei nicht so erheblich, dass er Einfluss auf die Schuldfähigkeit gehabt habe. Soll heißen: Im Falle einer Verurteilung gibt es keinen Straferlass.

Anwalt Matthias Waldraff
war dennoch zufrieden: „Der Psychiater hat festgestellt, dass die Steuerungsfähigkeit eingeschränkt war.“ Insofern sei es ein erfreuliches Gutachten.

Aber ob das für einen Freispruch reicht? Ein MHH-Gerichtsmediziner erklärte: „Der Schuss kam eindeutig von hinten.“ Der Schusskanal sei eindeutig. Insofern ist klar, dass Bassam A. auf einen fliehenden Mann geschossen hat. Trotzdem könnte das Gericht zu der Einsicht gelangen, dass es sich um einen Notwehrexzess handelte. Auch der wäre straffrei.

Doch dazu müsste das Gericht zu der Überzeugung gelangen, dass der Angeklagte voller Angst die Situation vollkommen falsch eingeschätzt habe. Aus diesem Grund hat Anwalt Benjamin Schmidt beantragt, die komplette Sequenz eines Überwachungsvideos abzuspielen: „Das wird zeigen, dass die Einbrecher mehr als sieben Minuten das Gelände ausbaldowert haben.“ Im Prozess sagten die Freunde des Opfers, dass sie sich nur kurz auf dem Gelände des Angeklagten aufgehalten hätten.

Weitere medizinische Gutachten sollen darüber hinaus belegen, dass der bislang unbescholtene Kfz-Meister aus Angst um Frau und Kind nicht mehr wusste, was er tat.
Morgen sind die Plädoyers und das Urteil geplant.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bessere Verbindung in der City – seit gestern ist an der Kröpcke-Uhr ein weiterer Router befestigt. Der verschafft Wartenden und Passanten freien Zugang zum Internet. Er ergänzt den vorhandenen – der bereits ausgelastet war. Verantwortlich dafür ist der Verein Freifunk, der es Privatleuten ermöglicht, ihr WLAN rechtlich sicher zu teilen.

19.12.2015

Der Baum gehört in den Wald: Ein Diebesduo ist mit einer gestohlenen Weihnachtstanne geflüchtet. Und versteckte sich ausgerechnet in einem Wäldchen.

15.12.2015

Gleich nach ihrer Deutschlandpremiere müssen die neuen Doppelstock-Intercitys der Bahn einen Werkstattstopp einplanen. Grund ist ein auf bestimmten Streckenabschnitten aufgetretenes Wanken der Waggons.

15.12.2015
Anzeige