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Meine Stadt Hannover: Mitarbeiter warten auf Gehalt
Hannover Meine Stadt Hannover: Mitarbeiter warten auf Gehalt
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00:17 13.05.2015
SAUER: Georg Damjanoff wartet auf sein Gehalt - bisher hat er nur die Abrechnung. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Seit vier Wochen wartet Georg Damjanoff (69), der bis zur Schließung der Sauna-Abteilung Ende März für zehn Stunden pro Woche als Masseur beim Kaiser-Center angestellt war, auf sein letztes Gehalt. Und mit ihm mindestens fünf weitere Ex-Mitarbeiter.

„Die Abrechnung über 410,82 Euro habe ich am 7. April noch normal bekommen. Wie all die Monate zuvor auch“, berichtet der 69-Jährige, der von 1974 bis 1982 für Hannover 96 kickte, „aber dann kam nichts mehr.“ Seitdem wartet Damjanoff - und muss sich „faule Ausreden“ anhören. „Man sagte mir am Telefon, es gebe Computerprobleme. Würde mich sehr wundern, wenn die ganze vier Wochen anhalten“, sagt er weiter.

Vier Jahre hatte Damjanoff für das Kaiser-Center gearbeitet: „Nie hatte es Probleme mit dem Geld gegeben, immer kam es pünktlich.“ Am 31. März hatte das Bauunternehmen Gundlach den in die Jahre gekommenen Betonklotz gekauft, plant dort ein Studentenwohnheim. Damjanoff: „Seit dem Verkauf fehlt uns ehemaligen Mitarbeitern einfach der Ansprechpartner. Wir stehen richtig auf dem Schlauch. Früher hat man die Sekretärinnen angerufen, jetzt fühlt sich niemand mehr verantwortlich.“

Der ehemalige Inhaber des Kaiser-Centers, Horst Plätzer, der das Geschäft aus Altersgründen aufgegeben hatte, sei ebenfalls nicht für die Ex-Angestellten zu erreichen. „Mir wurde vom Haustechniker zweimal versichert, dass sich Herr Plätzer bei mir wegen des Geldes melden wird“, berichtet der 69-Jährige: „Passiert ist bislang nichts. Ich warte immer noch.“

Auch die NP versuchte bislang vergeblich, den ehemaligen Inhaber zu erreichen. Im Kaiser-Center hieß es: „Das ist ganz schwierig. Auch wir haben keinen Kontakt zu Herrn Plätzer.“ Und: „Auch wir haben bereits davon gehört, dass noch einige auf ihr Geld warten.“

Georg Damjanoff will nicht mehr lange warten: „Ich gebe denen noch maximal zehn Tage Zeit. Dann nehme ich mir einen Anwalt. Wer A sagt, muss auch B sagen. Und wer arbeitet, muss auch sein Geld bekommen. Eine solche Geschäftskultur darf sich in dieser Stadt auf keinen Fall ausbreiten.“

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