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FÜR BESSERES VERSTEHEN: Nadine Hunkert, Björn Beringer und Stephan Galla (von links) zeigen am multikulturellen Steintor, mit welchen Ansätzen sie arbeiten.

FÜR BESSERES VERSTEHEN: Nadine Hunkert, Björn Beringer und Stephan Galla (von links) zeigen am multikulturellen Steintor, mit welchen Ansätzen sie arbeiten.
 © Christian Behrens

Crowdfunding

Hannover: Mit Kultur gegen Intoleranz

Eine Gruppe aus Hannover mischt Schulen mit „interkulturellen Seminaren“ auf – und finanziert sich dabei selbst

hannover.  Die Welt, wie sie nun mal ist: Im besten Fall ein bunter Bonbonladen voller unterschiedlicher Formen, Geschmäcker, Zubereitungen. Aber auch eine Welt, wie sie so manchen überfordert: Zu viele, zu unterschiedliche Kulturen treffen da zusammen, die aber irgendwie miteinander klarkommen müssen. Wie das funktioniert? Womöglich durch verstehen und miteinander arbeiten – hier setzt das Projekt „Ocular“ an: „Our Cultures: Understand. Live. Act. Respect.“ Was so viel heißt wie: Unsere Kulturen. Verstehen. Leben. Handeln. Respektieren.

Dahin führen verschieden Möglichkeiten. Am besten, man lernt den gegenseitigen Respekt vor anderen Kulturen bereits in der Schule, dachten sich die neun Mitglieder der bundesweiten Gruppe „Kipaji“, was wiederum Swahili ist und auf Deutsch „Fähigkeit, Geschenk oder Talent“ bedeutet. „Wir nutzen unsere vielfältigen Ausbildungshintergründe und Fähigkeiten, um gemeinsam die individuellen Potenziale von jungen Menschen zu fördern und zu entwickeln“, erklärt Geschäftsführerin Nadine Hunkert aus Hannover. Im Angebot der Gruppe sind Workshops und Fortbildungen.

Eines ist eben „Ocular“, mit dem die Gruppe bereits im vergangenen Jahr an der IGS Garbsen ein interkulturelles Seminar durchgeführt hat. Das Stichwort heißt „Erlebnispädagogik“, dabei simulieren die Jugendlichen in drei Gruppen die perfekte Stadt für die jeweilige Gruppierung. Wie perfekt aber kann eine Stadt sein, wenn alle drei Gruppierungen das jeweils perfekte Leben nur für sich heraus holen? Kommt es zu Konflikten – oder kommt man sich entgegen? Eine Frage, die in Zeiten von Einwanderung hochgradig aktuell ist.

Weswegen Jutta Lübbehüsen, Leiterin der IGS Garbsen, diese „methodischen Aspekte auch in meinen Unterricht einfließen lassen will“. Die 17-jährige Romina, die in der Projektwoche mit Ocular „aktiv über Kultur, aktuelle politische Probleme und uns selbst nachdenken“ konnte, veranlasste das Seminar immerhin, „neue Standpunkte und Sichtweisen zu entwickeln“.

„Kipaji“ will mit „Ocular“ nun weitermachen. Die Macher setzen auf Crowdfunding, „um für die Schulen und Jugendorganisationen das Projekt quasi vorzufinanzieren“, so Hunkert, die hauptamtlich für das DRK arbeitet. Hunkert betont: „Wir halten es für wichtig, dass die Umsetzung nicht am finanziellen Budget einer Schule oder Organisation scheitert, wenn sie sich mit dem Thema Kultur auseinandersetzen möchte.“

Die Crowdfunding-Kampagne im Internet:

www.startnext.com/ocular

www.kipaji.org

Von Petra Rückerl


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  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
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  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
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