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Meine Stadt Hannover: Missbrauch bei der Kinderbetreuung?
Hannover Meine Stadt Hannover: Missbrauch bei der Kinderbetreuung?
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18:42 15.04.2019
Symbolbild Quelle: picture alliance / dpa
Hannover

Die Polizei hat am Sonnabend einen 48-Jährigen aus Hannover festgenommen. Der Mann wird des sexuellen Missbrauchs an mindestens einem jungen Mädchen verdächtigt, außerdem soll er reichlich kinderpornografisches Material besitzen.

Der konkrete Missbrauchsverdacht liegt Jahre zurück. Eine junge Frau – die Polizei spricht von einem Alter zwischen 18 bis 21 Jahre – aus seinem Umfeld hatte nun Strafanzeige gegen den Mann erstattet. Danach soll er das Kind bis zum Alter von elf Jahren mehrfach und über einen längeren Zeitraum sexuell missbraucht haben. Erschreckend: Der mutmaßliche Täter hat auch beruflich mit Mädchen und Jungen zu tun, laut Polizeisprecher André Puiu ist er in „freiberuflicher Tagesbetreuung von Kindern“ tätig.

Gibt es noch weitere Fälle?

Nachdem die Strafanzeige gegen den 48-jährigen Tagesvater einging, wurde dessen Wohnung untersucht – und umfangreiches kinderpornografisches Material auf mehreren Datenträgern sichergestellt. Noch lautet der Verdacht auf „Besitz kinderpornografischen Materials“, bisher nicht auf den Verdacht des Vertriebes des Materials. Und so wird bisher nur gegen diesen Mann ermittelt, die Polizei schließt aber nicht aus, dass es sich um mehrere Personen oder gar einen Ring von Verdächtigen handelt. „Wir stehen ganz am Anfang, es ist zu früh für weitere Spekulationen“, so Puiu. Natürlich müsse man in alle Richtungen ermitteln, sagte er auf die Frage, ob es mögliche Spuren zu dem Missbrauchsfällen im nordrhein-westfälischen Lügde gebe.

Dieser Fall könne Auslöser für die junge Frau gewesen sein, nach Jahren die Strafanzeige zu stellen, meint Petra Klecina vom Frauennotruf Hannover. „Vielleicht weiß oder ahnt sie, dass es weitere Opfer gibt und will sie schützen, sie geht in die Verantwortung.“ Auch weil nach Klecinas Erfahrung die Möglichkeit hoch ist, dass der Mann kein Einzeltäter sein muss. „Bei Kinderpornografie sind es ja meist mehrere.“ Wichtig und gut sei es gewesen, dass die Polizei ihr geglaubt habe. „Das gibt ihr die Sicherheit, die sie braucht.“

Von Petra Rückerl

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