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Meine Stadt Ministerin kocht mit Schülern der BBS
Hannover Meine Stadt Ministerin kocht mit Schülern der BBS
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15:42 05.12.2018
schmeckt: Daryush Amiri (v.l.) , Agata Sawicka, Otte-Kinast und Emilie Gabriella Abaga Mezang. Quelle: Foto: Heusel
Hannover

Ganz egal, ob Brownies, Humus, Salat oder Beilage – mit Roter Bete kann man so einiges zubereiten. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast probierte das am Mittwoch beim Aktionstag „Lebensmittelwertschätzung“ mit Schülern des Berufsvorbereitungsjahres der Berufsbildenden Schule 2 aus. Dabei geht es neben der Vermittlung zur gesunden Ernährung vor allem um den richtigen Umgang mit Essen. Es sei wichtig, „dass die Kinder das gezielte Einkaufen und den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln lernen“, so die Ministerin. Nach Angaben des Ministeriums wirft jeder Einwohner in Deutschland pro Jahr im Schnitt 80 Kilogramm Nahrungsmittel weg.

Aber nicht nur das: Auch das Thema Integration ist für die 15- bis 18-jährigen Schüler, die erst seit kurzem in Deutschland leben, wichtig. „Das Kochen ist ein toller Teil der Integration. So kommen die Schüler ins Gespräch“, sagt Otte-Kinast.

Die Rote Beete für den Aktionstag haben sich die Schüler selber ausgesucht: „Damit kann man sehr viele Gerichte machen“, sagt Emilie Gabrielle Abaga Mezang. Vor einem Jahr ist die 17-Jährige aus dem Kamerun nach Deutschland gekommen – ausgerechnet hier hat sie etwas zur Wertschätzung von Lebensmitteln gelernt. „Man sollte Essen nicht einfach so wegschmeißen. Wenn eine Kartoffel zum Beispiel eine Stelle hat, kann man die einfach wegschneiden.“

Einmal in der Woche haben sie und ihre Klassenkameraden Kochunterricht. Projektleiterin Tanja Henseleit erklärt die Inhalte: „Wir analysieren mit den Schülern, warum sie überhaupt Lebensmittel wegschmeißen und wie wir das verhindern können.“ Auch das richtige Einkaufen und die Lagerung von Lebensmitteln stehen auf dem Lehrplan. Otte-Kinast geht mit einem guten Beispiel voran: „Wenn der Joghurt eigentlich seit 14 Tagen abgelaufen ist, gucke ich mir den an. Wenn er keinen Schimmel hat und nicht komisch riecht, esse ich den noch.“ Initiiert wurde das Projekt vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Vernetzungsstelle Schulverpflegung.

Von Cecelia Spohn

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