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Meine Stadt Hannover Messe: Privatvermieter machen Kasse
Hannover Meine Stadt Hannover Messe: Privatvermieter machen Kasse
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12:11 23.04.2017
Angela Merkel - auch sie wird die Hannover Messe besuchen, braucht aber wohl keine Privatunterkunft. Quelle: dpa
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Für Ina Baatz heißt es jetzt wieder Betten beziehen und Handtücher richten. Am Sonntag beginnt die Hannover Messe, ihre zwei Zimmer sind schon ausgebucht. „In diesem Jahr bekomme ich Besuch von Indern, das wird spannend“, freut sich die 57-Jährige.
Zur Industrieschau in Hannover von 23. bis 28. April werden rund 200 000 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet. Dazu kommen etwa 6500 Aussteller aus mehr als 70 Ländern. Nach Angaben der Messe ist China von Ausstellerzahl und gebuchter Fläche her das zweitgrößte Ausstellerland nach Deutschland. Auch aus den USA, dem Partnerland von vergangenen Jahr, haben sich 150 Aussteller angekündigt. Neben den großen Ländern interessieren sich zum Beispiel auch Puerto Rico und Taiwan für die Messe. Das Partnerland in diesem Jahr ist Polen.
Die Zimmer- und Hotelpreise in Stadt und Umland schnellen daher in die Höhe. In vielen Hotels sind sie während der Messe so hoch wie sonst nie im gesamten Jahr. Für ein Einzelzimmer im Drei-Sterne-Hotel sind rund 500 Euro pro Nacht nicht ungewöhnlich, bei den Vier-Sterne-Hotels können es auch 700 Euro pro Nacht sein.
Außerhalb der Messezeit muss ein Gast dagegen nur etwa 90 bis 120 Euro zahlen. Auch bei Zwei-Sterne-Hotels ziehen die Preise kräftig an. Für ein Einzelzimmer, das sonst rund 70 Euro pro Nacht kostet, sind dann rund 270 Euro realistisch. Noch sind einige Hotels nicht komplett ausgebucht. Und die die deutlichen Preisaufschläge gibt es nach Einschätzung von Kirsten Jordan vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Niedersachsen vor allem an den ersten zwei, drei Messetagen. „Gegen Ende wird es wieder günstiger.“
Auf der Zimmervermietungsplattform Airbnb liegt der Preis derzeit pro Nacht im Schnitt bei 179 Euro für die ersten Messetage. Trotz der zahlreichen Angebote auf Online-Plattformen ist die Nachfrage bei traditionellen Anbietern nicht gesunken. „Wir können nicht feststellen, dass durch Airbnb die Nachfrage zurückgeht“, sagt Maike Scheunemann von der Hannover Marketing und Tourismus GmbH. Eher sei das Gegenteil der Fall. Private Vermieter seien sehr gefragt.
Ina Baatz vermietet schon seit 1989 ein Einzelzimmer und ein Doppelzimmer an Messegäste. Bei ihr kostet das Doppelzimmer 89 Euro mit Frühstück, ein deutlicher Unterschied zu den Hotelpreisen. Probleme mit Gästen hatte sie noch nie. „Der eine ist freundlicher als der andere“, erzählt sie. Manche Gäste wollen nach dem Messebesuch auch einfach nur ihre Ruhe haben. „Wer es wünscht, setzt sich auch abends zu uns, oder beim Frühstück, das ist meist ganz nett.“

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