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Meine Stadt 60 Prozent wünschen sich mehr Ordnungshüter
Hannover Meine Stadt 60 Prozent wünschen sich mehr Ordnungshüter
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20:21 29.08.2018
Trinkertreff: Auf der Raschplatztreppe wird bereits tagsüber schwer getrunken, gestritten und gepöbelt. Besonders abends meiden viele Hannoveraner diesen Bereich. Quelle: Schaarschmidt
Hannover

Mal die gute Nachricht vorweg: 84,9 Prozent der Hannoveraner fühlen sich in ihrem eigenen Stadtteil sicher. Je weiter sie sich allerdings von ihrem unmittelbaren Lebensumfeld entfernen, desto mehr nimmt die Besorgnis zu. Das trifft vor allem abends und nachts zu, an Orten wie Raschplatz oder Steintor und bei Frauen und Senioren.

Ordnungsdezernent Axel von der Ohe (SPD) hat das als Ergebnisse der neuesten Bürgerbefragung präsentiert. In ihrem sechsten sogenannten Panel hat die Verwaltung nach Zufallsauswahl aus dem Einwohnermelderegister 2962 Hannoveraner angeschrieben. 1739 (58,7 Prozent) haben ihre Meinung zu Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum geäußert.

Die Ergebnisse, so von der Ohe, werde die Verwaltung in einen Veränderungsprozess einfließen lassen. Denn Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung haben für die Bürger einen hohen Stellenwert –zwischen 96,9 und 81,2 Prozent halten die Themen für wichtig oder sehr wichtig.

Gemiedene Orte

Wenn es dunkel wird, wird es an diesen Orten vielen Hannoveranern besonders unheimlich – das zumindest ergab die Bürgerbefragung. 485 Menschen gaben dabei an, dass sie folgende konkrete Orte abends und nachts am ehesten meiden:

Steintor und Steintorviertel

Raschplatz und die dazugehörigen Unterführungen

Hauptbahnhof, insbesondere Neben- und Hintereingänge

Fußgängerzone

Kröpcke

Altstadt mit Marstall

Niki-de-Saint-Phalle-Promenade/Passerelle

Georgstraße

Waterlooplatz

Weißekreuzplatz

Goethestraße und Goetheplatz

Klagesmarkt

Aegidientorplatz

Opernplatz

Ihme-Zentrum

Das Gefühl von Unsicherheit ist nachts bis zu drei Mal so hoch wie am Tag. Frauen und Senioren meiden bestimmte Orte, beispielsweise Parks, Tunnel, Unterführungen, Parkhäuser und Tiefgaragen, aber eben auch Raschplatz und Steintor. Den eigenen Stadtteil empfinden 57,7 Prozent auch abends und nachts noch als sicher –die City dagegen nur jeder Dritte.

Der Raschplatz schneidet im Vergleich zu anderen Orten der Stadt schlecht ab. Unsicher, dreckig und daher besser zu meiden sei er aus Sicht der Befragten. An dem Eindruck haben auch der Trinkraum und Kontrollen des städtischen Ordnungsdienstes nichts ändern können.

60 Prozent wünschen sich eine stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungsdienst, darunter mehr Männer als Frauen, deutlich mehr Ältere als Jüngere. Bei den Strafzetteln sieht es anders aus – fast zwölf Prozent würden weniger Einsatz an dieser Stelle begrüßen.

2018 hatte die Stadt ihr Konzept für mehr Sicherheit in die Wege geleitet, dem jetzt Ideen für mehr Sauberkeit und Ordnung folgen. Das kommt in der Bevölkerung gut an. 85 Prozent der Befragten unterstützen eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Stadt und Polizei oder das Verbot aggressiven Bettelns. 75 Prozent begrüßen den neuen städtischen Ordnungsdienst, der noch nicht in voller Stärke arbeitet.

Von Vera König

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