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Meine Stadt Expo-Plaza: Hochschulmensa hat noch immer Pause
Hannover Meine Stadt Expo-Plaza: Hochschulmensa hat noch immer Pause
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13:50 07.12.2018
BAUSTELLE: Eberhard Hoffmann und Sophie Peschke vor dem tiefen Schacht, der noch immer offen ist. Quelle: Wilde
Hannover

Ein langer Graben zieht sich durch die gesamte Länge des Raums. Im Innern gut zu erkennen neu verlegte Kabelstränge. „Die Leitungen sind erneuert, der Schacht gesäubert“, räumt Eberhard Hoffmann, Geschäftsführer des Studentenwerks ein. Es fehlt aber der Estrich und der Bodenbelag.

Vielleicht war die Namenswahl für die Mensa an der Expo-Plaza ja kein gutes Omen. In der „Großen Pause“ ist schon lange Pause. Ende April zwang ein Schaden an der Abwasserleitung dazu, den Betrieb sofort einzustellen. Doch dann passierte offenbar lange Zeit gar nichts.

Die Sanierung der Mensa der Hochschule an der Expo-Plaza läuft schleppend.

Das Gebäude gehörte einem Hedgefonds mit Sitz auf einer Kanalinsel. Die Hochschule Hannover hat es gemietet und dem Studentenwerk für die Mensa überlassen. Es sollte die warme Mittagsverpflegung für die Studenten der Hochschule und der Musikhochschule der an der Expo-Plaza angesiedelten Fachrichtungen sicherstellen.

Erst mit Besitzerwechsel tut sich was

Im August hat der Besitzer gewechselt. Zwar gehört die Immobilie erneut einem Hedgefonds, doch dem scheint etwas mehr an der Nutzung zu liegen, zumal die Hochschule die Mietzahlungen längst eingestellt hatte. Immerhin kam die Renovierung ein Stück weit in Gang. Nach aktuellem Stand sollen die Arbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein. Dann braucht das Studentenwerk noch einmal drei Wochen für die Installation der Küchen- und Kühltechnik. Doch nicht nur die Studierenden zweifeln nicht zuletzt aufgrund der gemachten Erfahrungen daran, dass dieser Zeitplan eingehalten wird.

NOTVERPFLEGUNG: Köchin Sarah Ahlström gibt Student Timo Wesse einen Teller Grünkohleintopf. Quelle: Wilde

Schon der angepeilte Eröffnungstermin Ende März ist eigentlich zu spät, denn der Semesterbetrieb beginnt bereits am Anfang des Monats. Was für die Studierenden bedeutet, sich weiter mit dem Provisorium der Suppenküche begnügen zu müssen, die das Studentenwerk im Gebäude der Hochschule eingerichtet hat. Zwei Eintöpfe zur Auswahl täglich. „Als Alternative haben wir noch belegte Brötchen oder Tiefkühlpizza“, sagt Fotojournalistik-Student Tom Wesse. Das gibt es am hochschuleigenen Kiosk Café Seeblick – immerhin im Rahmen der Notversorgung zu Sonderpreisen.

Der Treffpunkt fehlt

Doch nicht nur die eintönige Verpflegung hängt den Studierenden allmählich zum Hals heraus. „Uns fehlt auch der kommunikative Treffpunkt der Mensa“, erklärt Sophie Peschke, die Fernsehjournalismus studiert. „Wenn da nicht bald etwas passiert, steigen die Studierenden auf die Tische.“

Den Aufstand geprobt haben sie bereits. Vergangene Woche standen sie beim Wissenschaftsminister Björn Thümler vor der Tür. Vor einigen Tagen gab es einen Ortstermin in der „Großen Pause“ mit Vertretern des Ministeriums, den Hochschulen, den Studierenden und dem Verwalter. Arbeiter sucht man auf der Baustelle indes weiter vergebens.

Die Sache mit dem Beton

Sorgen bereitet Studentenwerkschef Hoffmann vor allem der noch zu verlegende Estrich. „Der Beton braucht normalerweise 28 Tage zum Trocknen“, sagt er. „Mit einem Beschleuniger und etwas besserem Beton geht das aber auch schneller.“ Das sei allerdings mit Mehrkosten von vielleicht zehn Euro pro Quadratmeter verbunden. Bei einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern sollte das allerdings zu verkraften sein, findet Hoffmann: „Dass das alles so langsam geht, schlägt dem Fass den Boden aus.“

Von Andreas Krasselt

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