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D-Linie

Hannover: Mendini-Haltestelle zieht um

Kunstwerk an der Haltestelle am Steintor in Hannover wird im Mai abgebaut. 2018 soll es aber wieder aufgebaut werden – frisch gestrichen und saniert.

Hannover. Ein Kunstwerk verschwindet aus Hannovers Stadtbild. Im Laufe dieses Monats soll die Mendini-Haltestelle am Steintor abgebaut werden. Nötig ist das wegen des Umbaus der D-Linie. Wenn das Bauwerk – voraussichtlich 2018 – wieder aufgebaut wird, werden dort keine Stadtbahnen mehr halten. Sie wird dann eine reine Bushaltestelle sein.

Die Bahnen werden dann ein paar Meter weiter im Bereich der Münzstraße stoppen. Dort ist die Straße bereits gesperrt. Vorbereitende Leitungsarbeiten laufen. Die Mendini-Haltestelle wird ein Stück weiter in die Kurt-Schumacher-Straße versetzt und dann nicht mehr in der Mitte der Straße, sondern an deren Rändern platziert.

Der Auftrag für den Abbau und die  darauf folgende Sanierung wurde bereits vergeben. „Alle Teile werden genau katalogisiert, damit die Haltestelle hinterher wie ein Puzzle wieder zusammengebaut werden kann“, sagt Stefan Harcke, Geschäftsführer der für den Umbau der D-Linie zuständigen Infra.

38 verschiedene Varianten der gelben und schwarzen Platten gibt es. Sie müssen alle wieder an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Nach dem Abbau, der bis zum 25. Mai abgeschlossen werden soll, soll auch die Unterkonstruktion der Haltestelle auf mögliche Korrosionsschäden untersucht werden und – wenn nötig – ausgebessert werden.

Für die geplante Verlegung der in den 1990er Jahren von der Verlagsgesellschaft Madsack gesponserten Haltestelle musste die Infra extra die Zustimmung des italienischen Künstlers Alessando Mendini einholen, der die Rechte an dem Kunstwerk am Steintor hält. „Die Zustimmung haben wir aber bekommen“, versichert Infra-Chef Harcke.

Wann die Haltestelle genau wieder aufgebaut werden kann, steht allerdings noch nicht fest. Das hängt laut Infra vom Fortschritt der Arbeiten ab. Dort, wo die Haltestelle bisher war, stehen zunächst Gleis- und Straßenbau an. Erst, wenn alles fertig ist, soll die Haltestelle als Busstop zurückkommen. Vor 2018 wird das Kunstwerk mit dem auffälligem Muster und den markanten Hütchen wohl nicht wieder den Eingang der Kurt-Schumacher-Straße prägen.

Baustelle bremst Linien 10 und 17 aus

Bahnfahren mit den Linien 10 und 17 ist derzeit im Bereich Steintor und in der Goethestraße kein Vergnügen. Wegen der Arbeiten an der D-Linie ist dort nicht viel Platz. Zwar dürfen mittlerweile keine Autos mehr von der Goseriede kommend in Richtung Goethestraße fahren. Dennoch  werden die Bahnen – vor allem in der Goethestraße – immer wieder ausgebremst.

Aus der Lützowstraße und vom Marstall kommend dürfen Autos nämlich weiter in die Goethestraße einbiegen und müssen sich dort das Gleis mit den Bahnen teilen. Die brauchen dadurch dann oft mehrere Ampelphasen, um das Leibnizufer zu überqueren. Stefan Harcke, Chef der für den Umbau der D-Linie zuständigen Infra, bittet jedoch um Verständnis. „Die Baustellensituation verändert sich teilweise täglich. Es kann auch durch Baufahrzeuge wie zurücksetzende Radlader immer wieder mal zu Behinderungen kommen“, sagt Harcke.

Laut Üstra halten sich die Verspätungen der Linien 10 und 17 dennoch in Grenzen. Ein Dauerzustand seien diese nicht, sondern kämen nur vereinzelt vor, versichert Üstra-Sprecher Udo Iwannek.
Für Irritationen unter Fahrgästen sorgten allerdings auch die Verlegungen der Haltestellen am Clevertor sowie der Mendini-Haltestelle am Steintor. Zum Teil warteten diese vergeblich an den alten Haltestellen, während die Bahnen ein paar Meter entfernt stoppten.

Am 25. Mai werden diese Probleme allerdings vorerst ein Ende haben. Dann werden in der Kurt-Schumacher-Straße sowie in der Goethestraße weder Bahnen noch Autos fahren. Die Abschnitte werden wegen des Umbaus der D-Linie für Stadtbahnen lange komplett gesperrt. Sie werden deshalb bis zum 18. September durch den Tunnel zum Hauptbahnhof fahren. Auch Autofahrer müssen sich auf lange Sperrzeiten einrichten. Mit Behinderungen müssen sie sogar bis November rechnen


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