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Meine Stadt Hannover: Mehr Einbrüche in Schulen
Hannover Meine Stadt Hannover: Mehr Einbrüche in Schulen
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00:16 26.07.2017
AKTEN IN UNORDNUNG: Einbrecher hinterlassen nicht selten – hier in einer Grundschule in Misburg im Juli 2016 – eine Spur der Verwüstung.  Quelle: Foto: Elsner
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Hannover

 Schulen in Hannover werden immer öfter das Ziel von Einbrechern. Verzeichnete die Stadt 2016 noch insgesamt 36 Einbrüche, sind es allein in der ersten Jahreshälfte 2017 bereits 51.

Dabei nutzen die Einbrecher gerne den Umstand, dass Schulen in den Ferien in der Regel leer stehen – die Gefahr, entdeckt zu werden, ist deutlich geringer. Laut Stadtsprecherin Anja Menge gab es allein in den aktuellen Sommerferien bereits sechs Einbrüche.

Welche Schulen betroffen waren, will die Stadt nicht sagen, um Einbrecher „nicht zu animieren“. Maßnahmen zur Einbruchssicherung würden ergriffen. Zu Einzelheiten will die Verwaltung allerdings auch keine Angaben machen, um Einbrechern keine nützlichen Hinweise zu geben.

Niedersachsenweit ist darüber hinaus in den Ferien vor allem Vandalismus an Schulen ein Problem. Allein in der ersten Ferienhälfte meldeten die Polizeiwachen im Land mehr als 15 Fälle von Vandalismus.

Laut Thomas Figge von der Polizei Wolfsburg sind die Täter oft ehemalige Schüler oder zumindest jugendliche im schulfähigen Alter. Schulfrust gelte deshalb in vielen Fällen als wahrscheinliches Motiv. Eine Entwicklung, die sich für Hannover allerdings nicht bestätigen lässt. „Die Stadt beobachtet in der Ferienzeit keinen erhöhten Vandalismus“, sagt Sprecherin Menge.

Auch die Polizei Hannover hat keinen Trend zu mehr Sachbeschädigungen an Schulen in den Ferien festgestellt. Zwar stieg die Zahl der Taten in der Region von 35 in 2015 auf 40 im Jahr 2016. Eine besondere Häufung in Ferienwochen lässt sich aus den Daten jedoch nicht herauslesen.

Die meisten Sachbeschädigungen an Schulen – es waren acht – wurden 2016 im August verzeichnet. Auf diesen Monat entfielen jedoch gerade einmal drei Tage der Sommerferien.

Von C. Bohnenkamp

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