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Meine Stadt Hannover: Mann der Chefin würgt Azubi
Hannover Meine Stadt Hannover: Mann der Chefin würgt Azubi
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00:16 20.10.2015
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Hannover

Gäste schätzen die ruhige Lage und die gute Küche des Hotels. Doch so idyllisch und friedlich sich das Haus im nördlichen Umland im Internet auch darstellt, zumindest hinter den Kulissen scheint es weniger kultiviert zuzugehen. Diesen Eindruck erweckt jedenfalls die Klage eines Auszubildenden (21) vor dem Arbeitsgericht gegen den Lebensgefährten seiner Chefin.

Am 21. Juni 2015 saßen die Mitarbeiter beim Essen zusammen. Plötzlich raunzte der Freund der Chefin den Koch-Azubi an: „Räum auf, sonst schmeiß ich dich raus.“ Als der junge Mann irritiert fragte, was dieser raue Ton solle, packte ihn der Möchtegernchef am Kragen. Der 21-Jährige verließ den Raum. Bei der anschließenden Aussprache gab es keine Worte der Entschuldigung. Im Gegenteil, der Mann würgte ihn.

„Die Chefin ist nicht dagegen eingeschritten, obwohl Auszubildende unter besonderem Schutz stehen“, sagt der Anwalt des Azubis, Michael Falke. Er forderte 3000 Euro Schmerzensgeld für die Würgeattacke.

Am Freitag verglichen sich die Parteien. Der „Würger“ zahlt 750 Euro an die Kinderkrebsklinik der MHH und stellt dem Azubi ein gutes Arbeitszeugnis aus. Der Auszubildende hat bereits eine andere Ausbildungsstelle gefunden, wo er gern arbeitet. Die Spende begründete der Kläger so: „Ich will sein Geld nicht.“

Warum muss der Lebensgefährte der Chefin nicht mehr zahlen? Anwalt Falke: „Das Strafverfahren ist wegen Geringfügigkeit eingestellt worden.“ Außerdem gebe es in Deutschland nicht so hohe Schmerzensgeldansprüche wie beispielsweise in den USA. Trotzdem war der junge Mann gestern nicht ganz zufrieden: „Der darf mich würgen und kommt damit durch.“ Die Erklärung von Richterin Anke Kreß, dass der Beklagte 750 Euro zahlen müsse, reichte dem Azubi nicht: „Die haben doch genug Geld.“ Thomas Nagel

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