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Minister vor SKULPTUR:  Christian Meyer (links) nahm ein Forderungspapier der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft entgegen.

Minister vor SKULPTUR: Christian Meyer (links) nahm ein Forderungspapier der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft entgegen.

Landwirtschaft

Hannover: Mahnende Worte vor dem Agrargipfel

Am Mittwoch beginnt in der Landeshauptstadt die Agrarministerkonferenz. Zentrale Themen sind dabei die Milchkrise, die Geflügelpest und der Tierschutz. Am Montag übergaben Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ein Forderungspapier an Minister Christian Meyer (Grüne). Außerdem wurde eine kritische Skulptur vor dem Ministerium enthüllt.

Hannover. Drei Meter hoch und sechs Tonnen schwer ist sie. Symbolisieren soll sie die Entwicklung der Landwirtschaft hin zu großen Agrarfabriken und weg von kleinen Bauernhöfen. Die Skulptur wurde am Montag vor dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium enthüllt.

Zwei Tage vor Beginn der Agrarministerkonferenz, die von Mittwoch bis Freitag in Hannover stattfindet, übergaben Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) ein Forderungspapier an Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Vorher wurde die Skulptur des bayerischen Landwirts Stephan Kreppold enthüllt.

Skulptur darf nicht vor dem Ministerium stehen

Auf einem riesengroßen Teller sind dabei immer kleiner werdende Schweine und Hühner zu sehen. „Damit kritisieren wir die Lebensbedingungen der Tiere und die allgemeine Entwicklung der Landwirtschaft“, sagt Stephan Kreppold. Der Bayer hat die Skulptur innerhalb von drei Wochen angefertigt. Rund 10.000 Euro hat sie ihn gekostet. „Leider dürfen wir sie nicht vor dem Ministerium stehenlassen“, sagt der 70-Jährige. Vielleicht finde sie aber woanders in Hannover einen festen Platz, hofft der Landwirt.

Lobende Worte für den Minister

In dem Papier wird unter anderem eine bessere Unterstützung für Kleinbetriebe gefordert. „Setzen sie ein deutliches Signal gegen das Höfesterben“, sagte Ottmar Ilchmann, Vorsitzender der AbL.Trotz einiger Kritikpunkte, hatten die Landwirte für Meyer viel Lob übrig. Der freute sich über die Aktivität der Landwirte und unterstützte vielen ihrer Forderungen – sagte aber auch: „Viele Beschlüsse, bei denen sich die Länder einig sind, werden dann vom Bund nicht umsetzt.“

Grüne Minister fordern eine Milliarde für Nutztierstrategie

Grundsätzlich sei die Agrarpolitik stark von EU-Beschlüssen abhängig. Befürchtungen, dass von Brüssel aus zukünftig besonders osteuropäische Länder stärker gefördert werden, wolle man aber entgegentreten, so Meyer weiter. Gemeinsam mit den sechs anderen Grünen-Agrarministern fordert Meyer eine Milliarde Euro pro Jahr für eine bundesweite Nutztierstrategie. Weiterhin sollen Tierschutzmaßnahmen, wie der Umbau von Ställen für eine artgerechtere Haltung stärker gefördert werden.

Von Timo Gilgen

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