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Meine Stadt Hannover: Linke setzt auf Advents-Wahlkampf
Hannover Meine Stadt Hannover: Linke setzt auf Advents-Wahlkampf
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16:39 15.11.2012
Die Spitzenkandidaten der Partei Die Linke, Ursula Weisser-Rölle und Manfred Sohn präsentieren vor dem Landtag ihr neuestes Wahlkampf-Großplakat. Quelle: dpa
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Hannover

"Studien zeigen, dass wir ein Wählerpotenzial von neun Prozent in Niedersachsen haben", sagte Spitzenkandidatin Ursula Weisser-Roelle am Donnerstag anlässlich der Enthüllung des ersten Großplakats in Hannover. Vor allem der SPD wollen die Linken in den kommenden Wochen enttäuschte Wähler abjagen. "Die Themen der SPD müssen schon vor der Wahl gescheiter sein, weil alles unter Haushaltsvorbehalten steht", sagte Weisser-Roelle.

Nach der jüngsten Umfrage des NDR wollen derzeit nur drei Prozent der Wähler ihr Kreuz für die Linke setzen, damit würde die Partei am 20. Januar nicht wieder in den Landtag einziehen. 2008 hatte die Partei noch 7,1 Prozent der Stimmen bekommen. Schon in der Adventszeit wollen die Linken in den Fußgängerzonen auf Stimmenfang gehen.

Den Vorweihnachts-Wahlkampf begleitet ein passendes Plakat mit geschmücktem Tannenbaum: "Statt Spekulanten Kinder beschenken". Damit dürften die Linken früher dran sein als die meisten anderen Parteien. SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil sagte am Donnerstag, seine Parte wolle in der Vorweihnachtszeit noch keinen Straßenwahlkampf führen. In ihrem Wahlprogramm hat die niedersächsische Linke bereits im Juli festgeschrieben, eine rot-grüne Landesregierung zu dulden.

Parteichef und Spitzenkandidat Manfred Sohn will Weil aber nur unter Bedingungen zum Ministerpräsidenten wählen - zum Beispiel die sofortige Abschaffung der Studiengebühren. "Aber ich entscheide das nicht alleine", räumte Sohn ein. Erstmals hat die Partei in allen 87 Wahlkreisen Direktkandidaten angemeldet. 440 000 Euro sind für die Kampagne eingeplant, Kernthema ist soziale Gerechtigkeit. Prominente Unterstützung kommt von Oskar Lafontaine, Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi sowie vom Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger, der ab Mitte Dezember bis zur Wahl fast durchgehend in Niedersachsen bleiben will. dpa

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