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Meine Stadt Hannover: Lehrer wollen mehr Geld
Hannover Meine Stadt Hannover: Lehrer wollen mehr Geld
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21:12 13.09.2018
Demo: Viele Lehrer kritisieren die schlechte Bezahlung an der Grundschule. Quelle: Foto: Heidrich
hannover

Es reicht: Unter diesem Leitspruch rief die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur De­monstration für bessere Arbeitsbedingungen für Grund-, Haupt- und Realschullehrer auf – und fast 3000 Menschen kamen nach Gewerkschaftsangaben.

Die Demonstration be­gann parallel am Schützenplatz und am Hauptbahnhof. Mit Fahnen, Trillerpfeifen, Plakaten und einem Trommelorchester vorweg gingen die Teilnehmer zum Platz der Göttinger Sieben vor dem Landtag.

Unter den Demons­tranten waren Lehrer aus ganz Niedersachsen, aber auch Mitglieder der IG Metall (IGM) und des Deutschen Gewerkschaftsbundes Hannover.

Für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen der Lehrer haben am Donnerstag nach Polizeiangaben mehr als 2000 Menschen in Hannover demonstriert.

Konkret forderten die Demonstranten die gleiche Bezahlung aller Lehrkräfte – unabhängig davon, ob sie an der Grundschule oder am Gymnasium arbeiten – auf Grundlage der Besoldungsstufe A 13 und eine Arbeitszeitermäßigung im Alter.

„Die Schuldenbremse verkommt zur Bildungsbremse“, kritisierte Niedersachsens GEW-Chefin Laura Pooth. Das Land würde zu viel Geld in den Sparpool invertieren, das anschließend an verschiedenen Stellen fehle.

Unter anderem müsse man dem Fachkräftemangel entgegenwirken. „In Niedersachsen machen Lehrer jährlich 2,5 Millionen Überstunden“, sagte Pooth. Doch um mehr Lehrer zu gewinnen, sei eine angemessene Bezahlung notwendig.

Auch der Zustand vieler Schulgebäude wurde thematisiert: „Was nützt uns die schwarze Null, wenn in den Schulen der Putz von der Decke bröselt“, mahnte Thorsten Gröger, Bezirksvorsitzender der IGM.

„Inklusion ist wichtig, aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen“, sagte Markus Wagner, Klassenlehrer von zwei Klassen. Er kritisierte, dass Grundschullehrer weniger verdienen als Gymnasiallehrer: Besonders in Grundschulen seien Inklusionsmaßnahmen zeitintensiv und sehr individuell.

Auch die Zwangsteilzeit sei für viele ein Problem: Viele therapeutische Fachkräfte würden nur eine 80-Prozent-Stelle bekommen, sagt Pooth. Zur Existenzsicherung seien daher viele auf Zweit- und sogar Drittjobs angewiesen.

Nach der Demo trafen sich Kultusminister Grant Hendrik Tonne und Laura Pooth, um die Forderungen zu besprechen.

Von Morten Harmening

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