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Meine Stadt Hannover: Kunstrasen zu teuer für Vereine?
Hannover Meine Stadt Hannover: Kunstrasen zu teuer für Vereine?
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15:13 14.03.2018
Auf der Gehrdener Bezirkssportanlage liegt bereits Kunstrasen.
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Hannover

Beim Projekt Kunstrasen tun sich offenbar mehr Unwägbarkeiten auf als bisher angenommen.

Zum einen muss die Stadt wohl eine Reihe Sportvereine enttäuschen, weil die Bodenbeschaffenheit sich nicht überall für Kunstrasen eignet. Die Stadt hat in einer Vorlage, die gestern Thema im Sportausschuss war, herausgearbeitet, dass etwa die Wasserdurchlässigkeit des Bodens, der Grundwasserstand oder eine mehrere Meter starke Lehmschicht wie beispielsweise im Be­reich der Leineaue dazu führen können, die Standfestigkeit der Plätze negativ zu beeinflussen.

Weit über 30 Clubs haben ihr Interesse an einem solchen Kunstrasenplatz angemeldet, beginnen will die Stadt aus Kostengründen zunächst mit sieben bis zehn Plätzen. Am Ende soll es in jedem Stadtteil einen geben, also 13. Das Geld soll im Haushaltsplan 2019/20 eingestellt werden. Ein Platz kostet in der günstigsten Variante 620 000 Euro plus 100 000 Euro Planungskosten. Dafür gibt es das „Komplettpaket“ mit Flutlichtanlagen, Toren und Spielerkabinen. Die Vereine sollen sich mit 10 000 Euro im Jahr beteiligen und das Geld auf ein Treuhandkonto überweisen, so die Stadt.

Dies entpuppte sich gestern als zweiter Pferdefuß: „Ich kenne nur wenige Vereine, die dazu in der Lage sind“, sagte CDU-Ratsherr Arne Borstelmann. Am Ende könnten sich nur große Vereine einen Kunstrasenplatz leisten, außen vor blieben möglicherweise auch Vereine in sozialen Brennpunktstadteilen mit niedrigen Vereinsbeiträgen. Die CDU hatte die Vorlage gestern in die Fraktion gezogen und will zu einer der nächsten Sitzungen des Sportausschusses ein paar Änderungsvorschläge machen. Beim Projekt Kunstrasen tun sich offenbar mehr Unwägbarkeiten auf als bisher angenommen.

Zum einen muss die Stadt wohl eine Reihe Sportvereine enttäuschen, weil die Bodenbeschaffenheit sich nicht überall für Kunstrasen eignet. Die Stadt hat in einer Vorlage, die gestern Thema im Sportausschuss war, herausgearbeitet, dass etwa die Wasserdurchlässigkeit des Bodens, der Grundwasserstand oder eine mehrere Meter starke Lehmschicht wie beispielsweise im Be­reich der Leineaue dazu führen können, die Standfestigkeit der Plätze negativ zu beeinflussen.
Weit über 30 Clubs haben ihr Interesse an einem solchen Kunstrasenplatz angemeldet, beginnen will die Stadt aus Kostengründen zunächst mit sieben bis zehn Plätzen. Am Ende soll es in jedem Stadtteil einen geben, also 13. Das Geld soll im Haushaltsplan 2019/20 eingestellt werden. Ein Platz kostet in der günstigsten Variante 620 000 Euro plus 100 000 Euro Planungskosten. Dafür gibt es das „Komplettpaket“ mit Flutlichtanlagen, Toren und Spielerkabinen. Die Vereine sollen sich mit 10 000 Euro im Jahr beteiligen und das Geld auf ein Treuhandkonto überweisen, so die Stadt.

Dies entpuppte sich gestern als zweiter Pferdefuß: „Ich kenne nur wenige Vereine, die dazu in der Lage sind“, sagte CDU-Ratsherr Arne Borstelmann. Am Ende könnten sich nur große Vereine einen Kunstrasenplatz leisten, außen vor blieben möglicherweise auch Vereine in sozialen Brennpunktstadteilen mit niedrigen Vereinsbeiträgen. Die CDU hatte die Vorlage gestern in die Fraktion gezogen und will zu einer der nächsten Sitzungen des Sportausschusses ein paar Änderungsvorschläge machen.

„Es ist klar, dass die Vereine einen Beitrag leisten müssen“, so SPD-Sportpolitiker Angelo Alter. Insgesamt habe die Stadt einen fairen Finanzierungsvorschlag unterbreitet.

von Andreas Voigt

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