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GESCHLOSSEN: Alle Räder stehen still, wenn es die Gewerkschaft will – auch die Räder von Tretrollern in den Kitas. Am  Streiktag gibt es keinen Notdienst.

GESCHLOSSEN: Alle Räder stehen still, wenn es die Gewerkschaft will – auch die Räder von Tretrollern in den Kitas. Am  Streiktag gibt es keinen Notdienst.© Stephan Jansen (Symbolbild)

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Verdi

Hannover: Kita-Streik ohne Notversorgung

Der Warnstreik am Dienstag, von dem auch die städtischen Kitas betroffen sind, wird einmal mehr zur Belastungsprobe für die Eltern kleiner Kinder. Die Gespräche über eine Notdienstvereinbarung zwischen Stadt und Verdi sind gescheitert. „Die Stadtverwaltung bedauert dies, akzeptiert aber die Haltung der Gewerkschaft“, so Sprecher Andreas Möser.

Hannover. Als Grund für die Ablehnung eines Notfallplans wird in einer gemeinsamen Erklärung die Em-pörung der Verdi-Mitglieder über die bisherigen Angebote der Arbeitgeber genannt. Auf Grund des hohen Organisationsgrades in den 40 städtischen Kitas von 96 Prozent sei es auch nicht möglich, mit arbeitswilligen Beschäftigten Notgruppen zu organisieren, so Möser.

Die Eltern der betroffenen 3700 Kinder wurden noch am Freitag von den Kita-Leitungen über die Situation informiert. In einigen Kommunen der Region sind Lösungen gelungen, etwa in Lehrte, Sehnde und der Wedemark. Eine Notdienstvereinbarung war auch dort nicht geschlossen worden. Sollte es jedoch nicht bei diesem eintägigen Warnstreik bleiben, sondern zu einem längeren Ausstand kommen, hat Verdi nicht nur Verhandlungsbereitschaft für Notfallpläne signalisiert. In der Erklärung wird ausdrücklich betont, eine Lösung auch zeitnah anzustreben.

Zunächst soll aber die nächste Verhandlungsrunde in der Tarifauseinandersetzung am 28. und 29. 4. abgewartet werden.

Die betroffenen Eltern haben noch Verständnis für die streikenden Erzieherinnen, deren Forderungen viele als berechtigt anerkennen. Aber: „Verdi sollte den Bogen nicht überspannen. Die Mehrheit der Eltern hat noch die Nase voll vom Vorjahr“, erklärte etwa Sebastian Drüppel, Sprecher des Gesamtelternbeirats der städtischen Kitas.

Ein eintägiger Warnstreik ist für die Eltern zu verkraften, meist springen Großeltern ein, oder verständnisvolle Arbeitgeber genehmigen kurzfristig einen Tag Urlaub. Doch wenn Eltern jedes Jahr Teile ihres Erholungsurlaubs in Streik-Urlaub umwandeln müssen, hört bei vielen der Spaß auf.


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