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Meine Stadt Hannover: Kater Snoopy wurde sechs Jahre lang umsorgt
Hannover Meine Stadt Hannover: Kater Snoopy wurde sechs Jahre lang umsorgt
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00:17 16.12.2017
Quelle: Dröse
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Hannover

Vor sechs Jahren ist Kater Snoopy verschwunden. Ende November tauchte er wieder auf – ganz zur Freude von Besitzerin Juliane Hasselmann (NP berichtete). Kurze Zeit später erfuhr die 27-Jährige, dass ihr Kater die vergangenen Jahre auf einem Unternehmensgelände gefüttert wurde – sieben Kilometer von zu Hause entfernt.

Sogar eine kleine Hütte wurde ihm gebaut. Hasselmann: „Es ist ein total komisches Gefühl. Ich war zu Beginn sehr sauer und hätte mir gewünscht, dass die Mitarbeiter Snoppy zum Tierarzt gebracht hätten, um den Chip auszulesen. Aber ich weiß auch, dass sie ihm nichts Böses wollten.“  Das Unternehmen wehrt sich: Es seien viele Streunerkatzen in der Umgebung. Man wollte dem Tier nur etwas Gutes tun.

Aber darf ein gefundenes Tier einfach so behalten werden? „Niemand ist berechtigt ein Tier einfach zu nehmen und oder zu behalten“, erklärt Ansgar Kluge, Rechtsanwalt für Tierrecht. „Wenn man das tut, droht eine Anzeige wegen Diebstahl oder Unterschlagung.“ Die Haftstrafe beim Diebstahl liegt bei bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe. Stattdessen rät der Anwalt: „Man sollte das Tier zu einem Tierarzt oder ins Tierheim bringen. Diese können einen eventuell vorhandenen Chip auslesen.“ Das reine Füttern sei dagegen nicht verboten. Kommt das Tier jedoch zu Schaden, droht eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.

Die Tierschutzorganisation Tasso e.V. empfiehlt dringend, Katzen zu chippen: Das biete den größtmöglichen Schutz im Falle des Weglaufens. Aber: In Deutschland gibt es keine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen – abgesehen von Reisen innerhalb der EU.  Hasselmann möchte daher künftige Finder sensibilisieren: „Lassen Sie prüfen, ob das Tier einen Chip hat.“ Ein Auslesegerät gibt es bei Tierärzten, Tierschutzverbänden, Tierheimen und manchmal auch bei der Polizei oder anderen Behörden. Das Auslesen beim Tierarzt kostet zwischen 3,21 Euro bis 9,63 Euro.

von Cecelia Spohn

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