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Fussball-Reiseverkehr: Jährlich entstehen der Bahn fast zwei Millionen Euro Schaden durch Vandalismus und Beseitigung von Verschmutzungen.

Deutsche Bahn

Hannover: Kampfansage an Fußball-Randalierer

Braunschweig im November, Dresden im kommenden Februar und St. Pauli im März 2017 – auch in der Zweitliga-Saison von Hannover 96 werden Zehntausende Fans in Zügen zu brisanten Risikospielen durch die Republik fahren. Die Bahn will hart gegen Gewalttäter vorgehen.

Hannover. Mit zahlreichen friedlichen Anhängern des Clubs gehen allerdings garantiert wie in der Vergangenheit Krawallmacher auf Reisen. Die Deutsche Bahn (DB) hat Wochen vor dem Start in die neue Spielzeit nun Randalierer gewarnt und angekündigt, hart gegen die Gewalttäter und Rowdys vorgehen zu wollen.

Die Ansage ist nicht völlig neu. Im vergangenen Jahr hat der Konzern die 96-Chaoten allerdings eher mit Samthandschuhen angefasst: Gerade mal ein Beförderungsverbot wurde nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Hannover gegen einen 96-Rabauken verhängt.

Die jüngste Mitteilung der Bahn lässt deshalb aufhorchen: Sicherheitsvorstand Ronald Pofalla hatte angekündigt, dass Krawallmacher künftig schneller mit Beförderungs- und Hausverboten sowie Anzeigen und Schadensersatzforderungen rechnen müssen. Und Regressansprüche wolle der Konzern künftig auch zügiger eintreiben. Für die vergangene Bundesliga-Saison hatte die Bundespolizei der DB 21 Rüpel von 96 benannt, die durch Straftaten im Bahnverkehr aufgefallen waren. Unter dem Strich kam lediglich ein Beförderungsverbot raus. Die 20 anderen hat der Konzern nur angezählt. „Ihnen wurde eine Abmahnung erteilt“, so Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Zug fahren dürfen sie damit aber uneingeschränkt weiter. Sie stehen quasi ein Jahr unter Bewährung.

Die Bundespolizei, die dafür zuständig ist, Verstöße gegen ein Beförderungsverbot zu ahnden, hat keinen Einfluss auf Maßnahmen, die die DB gegen Chaoten trifft – oder auch nicht trifft. Inspektionssprecher Martin Ackert stellt klar: „Regularien und Konsequenzen obliegen allein der Bahn.“

Immer wieder waren Anhänger von Hannover 96 in der Vergangenheit durch Beschädigungen von Zügen aufgefallen (NP berichtete). Trauriger Höhepunkt war im vergangenen Dezember die Verwüstung eines Regional-Express‘ auf der Rückfahrt nach dem Spiel auf Schalke. Die Chaoten hatten Deckenverkleidungen rausgerissen, Feuerlöscher entleert, Zigaretten an den Polstern von Sitzen ausgedrückt sowie Waggons mit Kot und Urin verunreinigt. Speziell in dem Fall hatte die Polizei allerdings keine Verdächtigen ermittelt. Die Chaoten waren schon weg, als die Beschädigungen entdeckt wurden.

Pro Fußball-Saison fahren laut Meyer-Lovis jede Woche 100 000 Fans mit der Bahn zu Spielorten: „Weniger als ein Prozent fällt durch schlechtes Verhalten auf“, sagt der Bahnsprecher. Die Randalierer bescheren dem Konzern jährlich Kosten von etwa zwei Millionen Euro nur für die Beseitigung von Verschmutzungen und Vandalismus.

Britta Mahrholz


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