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Meine Stadt Wunstorfer Straße: Ist der neue Hochbahnsteig zu kurz?
Hannover Meine Stadt Wunstorfer Straße: Ist der neue Hochbahnsteig zu kurz?
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06:00 04.02.2019
Knappe Sache: Die Plattform des neuen Hochbahnsteigs an der Wunstorfer Straße ist 45 Meter lang, die einfahrende Bahn rund 50 Meter. Quelle: Foto: Polreich
Hannover

Gerade erst eröffnet und schon der erste Ärger? Der 4,9 Millionen Euro teure HochbahnsteigWunstorfer Straße“ in Limmer ist seit Mitte Dezember in Betrieb. Doch ein paar Anlaufschwierigkeiten hat die Linie 10 dort offenbar.

So schilderte eine Anwohnerin der NP, dass sie Anfang des Jahres mehrfach Schwierigkeiten hatte, aus der Bahn auszusteigen. Die Frau ist uneingeschränkt mobil. Das Problem war ein anderes: „Ich war im hintersten Wagen der Bahnlinie 10 Richtung Ahlem unterwegs. Als wir die Haltestelle anfuhren, stellte ich mich an der hintersten Tür an, um auszusteigen“, erzählt die Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Angekommen am Hochbahnsteig, ging die hinterste Tür zwar auf, es stieg aber niemand aus. „Das konnte auch keiner, weil der hintere Teil der Bahn die Plattform zum Zu- und Aussteigen gar nicht erreicht hatte. Wir befanden uns auf Höhe der Rampe und mussten nun schnell eine der vorderen Türen nehmen, um noch aussteigen zu können.“

Wenige Tage später erlebte sie genau diese Situation erneut. „Das kann doch nicht sein! Ist der für viel Geld neu gebaute Hochbahnsteig etwa zu kurz geraten?“, so die Frau aus Limmer.

Die NP fragte bei der Üstra nach. „Der neue Hochbahnsteig ,Wunstorfer Straße’ ist genau so lang wie der neue Hochbahnsteig am Steintor oder am Hauptbahnhof: 45 Meter misst die Plattform und ist damit genau für zwei Wagenzüge des Typs Silberpfeil beziehungsweise TW 2000 ausgerichtet“, erklärt Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Der Silberpfeil mit zwei Wagen sei, je nach Bauart, 49,6 bis 51,6 Meter lang – und damit eigentlich etwas zu lang für den 45 Meter langen Hochbahnsteig. Das ist jedoch kein Versehen: „Die vorderste und hinterste Tür befindet sich ja nicht direkt an der Bahnspitze oder am Ende, sondern etwa 5,4 Meter nach hinten beziehungsweise vorne versetzt“, so Iwannek weiter. „Deshalb ist die Bahnsteiglänge ausreichend.“

Allerdings könne es durchaus sein, dass der Fahrer den Bahnsteig nicht genau „getroffen habe“, weil Markierungen falsch gesetzt wurden. „Für den Fahrer ist unten am Gleis ein Haltepunkt für die Zugspitze markiert. Wir werden jetzt kontrollieren, ob dieser Punkt bei der Wunstorfer Straße richtig gesetzt wurde“, verspricht der Üstra-Sprecher.

Übrigens: Andere Hochbahnsteige in Hannover sind 70 Meter lang – dort können auch Bahnen mit drei Wagenzügen halten. Solche Bahnen werden zu den Spitzenverkehrszeiten auf den Linien 1, 4, 6 und 7 eingesetzt.

Auf der Linie 10 verkehren aber nur Zwei-Wagen-Bahnen. „Das hat man vor dem Bau der Hochbahnsteige politisch so entschieden – orientiert an Kosten und am Verkehrskonzept“, so Iwannek. Aber aus Sicht der Üstra reichen diese Bahnen dort auch aus. Der Sprecher erklärt: „Die Linie 10 hat schließlich eine höhere Taktung als andere Bahnen.“

Von Simon Polreich

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