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Meine Stadt Hannover: Intown will den Hotelumbau
Hannover Meine Stadt Hannover: Intown will den Hotelumbau
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08:29 06.04.2018
Das ehemalige Maritim-Grad-Hotel am Friedrichswall. Quelle: Heusel
Hannover

 Im Ihme-Zentrum soll’s vorangehen – am Friedrichswall ebenfalls. Wie die NP erfuhr, hat Eigentümer Intown einen Bauantrag für das ehemalige Maritim-Grand-Hotel gestellt. Zurzeit wird die einstige Luxusherberge als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Eigentlich sollen die Menschen aus Kriegs- und Krisengebeten im Mai ausziehen. Aber die Zahl der Flüchtlinge, die in Hannover Schutz suchen, steigt wieder an. Zu den fast 4000 Asylsuchenden kommen fast 40 Personen pro Woche hinzu. Nach NP-Informationen will die Stadt deshalb das ehemalige Hotel ein halbes Jahr länger nutzen.

Beim Bauantrag für das Hotel geht Intown auf die Pläne ein, die das Büro Mäckler aus Frankfurt als Gewinner des Architekturwettbewerbs auf der Immobilienmesse Expo Real in München präsentierte. Danach wird allein die neue Fassade rund zehn Millionen Euro kosten. „Wir geben dem Zeitzeugen ein neues Gesicht“, beschrieb Mäckler-Architekt Mischa Bosch den Anspruch.

Die Gestaltung mit hellem Naturstein und großen Glasfronten sei „sehr schlicht“ und mute an wie „klassische Moderne“. Das Hotel öffne sich mit großer Geste: durch eine von beiden Seiten begehbare Lobby, aber auch durch Anbauten aus Stahl und Glas, die auf der zum Rathaus gelegenen Seite Konferenzräume aufnehmen, auf der zum Köbelinger Markt Restaurants.

Oben auf dem Dach ist eine „Sky-Bar“ vorgesehen, die einen spektakulären Blick zum Rathaus und zum Maschsee bietet. Der Siegerentwurf sah eine Wellenform vor. Die allerdings wird jetzt doch nicht verwirklicht.

Die Berliner Intown-Gruppe hatte das Grand-Hotel, einst beste Adresse der Stadt, von der Friedrichswall GmbH übernommen. Projektentwickler Jens Kasten machte die Pläne für den Umbau. Das Innere des in die Jahre gekommenen Baus soll (soweit möglich) entkernt werden. Die Schottenbauweise (die tragenden Wände sind in Querrichtung angeordnet) setzt Grenzen.

„Architektonisch überzeugend“ hatte OB Stefan Schostok die Pläne genannt. Sascha Hettrich, Deutschland-Chef von Intown, spricht von sehr aufwendigem Umbau. Der könne bis zu 24 Monate dauern. Hettrich: „Wir investieren dort viel, aber der Top-Standort rechtfertigt die Investition.“

Von Vera könig

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