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Erleichterung: Seit Montag läuft bei der Vollkornbäckerei Doppelkorn ein Insolvenzverfahren. Ob und wann wieder Backwaren verkauft werden, ist aber ungewiss.

Erleichterung: Seit Montag läuft bei der Vollkornbäckerei Doppelkorn ein Insolvenzverfahren. Ob und wann wieder Backwaren verkauft werden, ist aber ungewiss.
 © Foto: Kutter

Bäckerei

Hannover: Insolvenzverfahren bei Doppelkorn läuft

Lichtblick für die Doppelkorn-Mitarbeiter: Seit Montag läuft das Insolvenzverfahren um die Vollkornbäckerei. Ein Mitarbeiter hat am Vormittag den entsprechenden Antrag im Amtsgericht Hannover gestellt. Auch ein Insolvenzverwalter ist bereits benannt: Anwalt Ralph Bünning. Er checkt nun die Aktenlage.

Hannover. „Ob eine Rettung möglich ist, kann ich derzeit nicht sagen“, so Bünning auf NP-Anfrage. „Es muss erst noch einiges geklärt werden“, betont der Anwalt. Zum Beispiel die Frage der Bezahlung: Durch das Insolvenzverfahren ist das Gehalt der Mitarbeiter für drei Monate gesichert – ab dem Zeitpunkt der letzten Bezahlung. Dieser ist von Angestellten zu Angestellten durchaus unterschiedlich. Ein Beispiel: Der Mitarbeiter, der den Insolvenzantrag gestellt hat, soll im Mai das letzte Mal volles Gehalt erhalten haben. Er kann also mindestens auf eine rückwirkende Bezahlung bis einschließlich August hoffen. Die genauen Daten sollen bei einer Mitarbeiterversammlung geklärt werden. Sie findet Dienstagnachmittag statt.

Auch das Gespräch mit dem bisherigen Geschäftsführer Manuel Pietrusky will der Insolvenzverwalter suchen. Schnelle Erfolge verspricht er sich davon offenbar nicht: „Die Kontaktaufnahme soll sich bisher ja schwierig gestaltet haben“, deutet der Anwalt an. Hintergrund: Der 34-jährige Pietrusky, der die Produktion und die zehn Doppelkorn-Läden im März von Manfred Dust gekauft (aber noch nicht bezahlt) hat, ist derzeit abgetaucht.

Und die treuen Kunden? Dürfen sie auf eine weitere „Guerilla-Backaktion“ der Doppelkorn-Mitarbeiter wie in der vergangenen Woche hoffen? „Eine Öffnung ist theoretisch zumindest möglich“, bestätigte der Insolvenzverwalter. Er hält den Ball aber zunächst bewusst flach: „Im Moment ist aber alles noch Kaffeesatz-Leserei.“ Aus Mitarbeiterkreisen heißt es, man wolle das Verfahren zunächst in geregelte Bahnen bringen. „Eine Back-Aktion wird es wohl erstmal nicht geben“, so ein Doppelkorn-Angestellter. Dennoch sei die Erleichterung groß. „Wir sind froh, dass es jetzt endlich weitergeht.“

Von Simon Polreich


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