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Meine Stadt Hannover: Initiative kämpft für D-Tunnel
Hannover Meine Stadt Hannover: Initiative kämpft für D-Tunnel
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21:48 22.12.2010
WOLLEN DEN TUNNEL (von links): Patrick Bellmer, Jens Pielawa und Reinhard Hennig vom Verein „Pro D-Tunnel“ an der Haltestelle Steintor. Quelle: Decker

Hannover. Nur eine unterirdische Verbindung würde auch Üstra-Kunden große Vorteile bringen. Knapp 30 Interessierte würden sich bisher in dem Verein engagieren. Demnächst wollen sie an der Bahnstrecke mit Flugblättern für die Tunnellösung werben. Regionspräsident Hauke Jagau hatte dem Tunnel eine Absage erteilt – von 130 Millionen Euro müsste die Behörde 30 Millionen Euro tragen (NP berichtete), für einen oberirdischen Neubau wären es im besten Fall für die Region 12,8 Millionen, im schlechtesten Fall 18,7 Millionen. „Das wären 20 Millionen, nur um den Standard zu halten – oder 30 Millionen für den Tunnel, um wirklich was Besseres zu machen“, sagt der Vereinsvorsitzende Patrick Bellmer.

Der Kartograf Jens Pielawa, Reinhard Hennig, der sich seit Jahrzehnten in der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft engagiert, und Bellmer haben sich die oberirdische Strecke kritisch angeschaut. Sie bemängeln, für Kunden werde die Fahrt nicht schneller. Leichtes Umsteigen an Steintor und Hauptbahnhof gehe nur mit dem neuen Tunnel.

Bei einer Verlängerung zum Raschplatz durch den Posttunnel würde die Bahnstrecke zum zweiten Mal den City-Ring kreuzen. Weil dann die Hochstraße abgerissen werden soll, fürchtet der Verein große Behinderungen.

Mittelfristig will die Region die Stadtbahn auch von der Wallensteinstraße (Oberricklingen) nach Hemmingen verlängern. Die 17 würde dann vom Hauptbahnhof über Goetheplatz bis Wettbergen geführt – mit der Linie 10 würde dann über die Kurt-Schumacher-Straße alle 2,5 Minuten eine Bahn rollen. Im Tunnel wäre das unproblematisch, oberirdisch könne das eng werden. Besonders vor der Ernst-August-Galerie könne das für Fußgänger gefährlich werden.

Der Verein vermutet, dass die Bahnen nur durch den Posttunnel passen, wenn die Schienen etwa einen Meter abgesenkt werden. Die Region weist das zurück – zehn Zentimeter würden reichen. wig

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